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Jetzt meldenMit Hakan Yakin und Bernt Haas kehren zwei prominente Gesichter zum FC Schaffhausen zurück. Sie wollen dem Tabellenletzten der Challenge League neues Leben einhauchen. An der Pressekonferenz sorgt Yakin für Lacher.
In Schaffhausen bleibt kein Stein auf dem anderen. Am Montag übernimmt Bernt Haas als Sportchef, tags darauf wird Hakan Yakin als neuer Trainer vorgestellt, Ciriaco Sforza muss gehen.
Für beide ist es eine Rückkehr. Der frühere Schweizer Nationalspieler Bernt Haas war bis Sommer 2022 zwei Jahre lang beim Challenge-League-Klub in dieser Funktion tätig, bevor er bei GC Sportchef wurde. Hakan Yakin war von Januar bis September 2017 Co-Trainer unter seinem Bruder und heutigen Nationaltrainer Murat. Es folgte ein Abstecher zu GC, ehe er im Juli 2019 erneut als Co-Trainer zu Schaffhausen zurückkehrte und später als Interims- und Cheftrainer amtete. Im Mai 2023 endete sein Engagement in Schaffhausen.
In der Saison 2021/22 schnupperte Schaffhausen am Aufstieg, verlor aber in der Barrage gegen den FC Luzern. Seither ging es sportlich bergab. Platz 7 in der Saison 2022/23, Platz 9 war es in der vergangenen Spielzeit. Und aktuell grüsst Schaffhausen in der Challenge League von Platz 10 von 10.
Das Ziel ist deshalb klar: Den FCS so schnell wie möglich in die Spur zurückführen und den drohenden Abstieg verhindern. Viel erinnert nicht mehr an frühere Zeiten. Yakin sagt schmunzelnd: «Das Stadion und die Kabine sind noch gleich.» Drei, vier Spieler seien auch noch da, die er von damals kenne. «Es ist eine junge, interessante Mannschaft. Das Training heute hat mir auch wirklich Spass gemacht.» Jetzt gelte es, das Maximum aus den verbleibenden 12 Spielen herauszuholen.
Aber warum tut sich Yakin den FC Schaffhausen an, einen Verein, der derzeit einem Trümmerhaufen gleicht? «Ja, wieso? Ich liebe den Fussball. Ich war jetzt über ein Jahr weg und ich habe es vermisst.» Jetzt könne er wieder selber eingreifen, das sei ausschlaggebend gewesen. «Der Tabellenplatz interessiert mich momentan nicht, mich interessiert auch nicht, was drumherum ist. Ich will einfach den Spielern in den nächsten elf Wochen weiterhelfen, dass wir am Ende nicht auf dem letzten Platz stehen.»
Und doch stellt sich die Frage: Wäre es nicht reizvoller gewesen, Nati-Assistent von Bruder Murat Yakin zu werden? «Ich bin lieber Cheftrainer als Assistent unter Muri», sagt Hakan Yakin an der Pressekonferenz darauf angesprochen. Im Gespräch mit blue Sport führt er aus: «Zweieinhalb Jahre haben mir gereicht. Ich möchte mein eigenes Ding durchziehen.» Er wisse auch, dass es dann von allen Seiten geheissen hätte, dass er den Job nur bekomme, weil sein Bruder Trainer sei: «Darauf habe ich keinen Bock», stellt Yakin klar.
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