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Jetzt meldenNach dem Königsklassen-Aus gegen Atlético Madrid hadert Barcelona vor allem mit dem Schiedsrichter. Der verletzte Raphinha wittert gar Betrug. Derweil zeigt sich Hansi Flick als guter Verlierer.
Aus der Traum. Trotz des 2:1-Siegs bei Atlético Madrid scheidet Barcelona im Viertelfinal aus der Champions League aus. Zu gross war die 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel.
Die Katalanen hadern nach dem Spiel vor allem mit Schiedsrichter Clement Turpin. Allen voran einer, der nicht einmal auf dem Feld stand. Der aktuell verletzte Barça-Star Raphinha tobt nach Abpfiff und wittert gar Betrug.
«Für mich war es Betrug. Das Spiel wurde uns gestohlen, die Schiedsrichterleistung war sehr schlecht. Die Entscheidungen, die getroffen wurden, sind unglaublich. Der Schiedsrichter hat Atlético bei all den Fouls nicht eine Gelbe Karte gezeigt. Ich will ihre Angst davor, dass Barcelona gewinnt, wirklich mal verstehen», wird er von «Mundo Deportivo» zitiert.
Seine Worte könnten für Raphinha jetzt ein sportjuristisches Nachspiel haben. Denn der Angreifer verstiess mit seinen Äußerungen gegen Artikel elf der Disziplinarregeln der UEFA.Der frühere Barcelona-Star Neymar kennt sich damit bestens aus. Der Landsmann von Raphinha war 2019 für drei Spiele gesperrt worden, nachdem er die Schiedsrichter-Leistung nach dem Spiel seines damaligen Arbeitgebers Paris Saint-Germain gegen Manchester United bei Instagram harsch kritisiert hatte. Später verkürzte der Internationale Sportgerichtshof Cas die Sperre auf zwei Spiele. Den Beginn der kommenden Champions League könnte Raphinha also ebenfalls verpassen.
Als der starke Atlético-Goalie Juan Musso mit Raphinhas Aussagen konfrontiert wird, zeigt er Unverständnis. «Man kann nicht von Diebstahl sprechen. Ich verstehe, was Raphinha sagen mag, was jeder sagen mag. Aber wir haben es auf dem Platz gewonnen. Wir haben auswärts 2:0 gewonnen und der letzte Mann im Fussball bedeutet eine Rote Karte ... Ich finde, von Diebstahl zu sprechen, ist verrückt.»
Derweil hadert Frenkie de Jong immer noch mit dem Hinspiel, als ein vermeintliches Handspiel von Atlético nach einem Abstoss übersehen wurde. «Es gab viele komische Schiri-Entscheidungen im Hinspiel. Das Handspiel von Pubill hat alles komplett verändert. Wir haben das Gefühl, dass wir in beiden Spielen besser waren. Wir haben sie sogar mit zehn Mann dominiert. Aber das Glück war nicht auf unserer Seite.»
Trainer Hansi Flick zeigt sich als weitaus besserer Verlierer. «Natürlich sind wir alle enttäuscht. Es ist für jeden ein grosser Traum, die Champions League zu gewinnen. Wir müssen aus diesen Dingen lernen und werden uns verbessern», sagt er an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Als grosses Ziel gibt der Deutsche jetzt den Gewinn der spanischen Meisterschaft aus.
Zur Schiri-Thematik sagt er bloss: «Ich möchte nicht darüber sprechen, weil ich daran nichts ändern kann. Es ist zwar gut für euch, wenn ich darüber spreche, aber ich möchte es nicht tun.»
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