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Jetzt meldenAllen Grund zur Freunde dürfte Urs Fischer aktuell mit Mainz 05 haben. Nach dem 2:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel der Conference League dämpft der Coach die Euphorie allerdings. Derweil erzählen die blue Sport Experten Daniel Gygax und Blerim Dzemaili Anekdoten über ihre Zeit mit Fischer.
Die Musik, die seine Spieler in der Kabine hören, ist zwar nicht so sein Ding. Dafür dürfte Urs Fischer die Vorstellung, die seine Mannschaft auf dem Platz gezeigt hat, umso besser gefallen haben. Die Mainzer stehen nach dem 2:0-Heimsieg gegen Strasbourg vor dem Einzug in den Conference-League-Halbfinal.
Im Dezember übernahm der Schweizer Trainer die Mainzer und führte sie in der Liga aus dem Tabellenkeller bis auf Platz neun. In Europa konnte er mit dem Klub sogar bereits Geschichte schreiben, noch nie zuvor stand der Karnevalsklub in einem europäischen Viertelfinal.
Dass Fischer mit der Leistung seines Teams zufrieden war, bestätigt er auch nach dem Spiel im Interview: «Wir haben heute viele Dinge wirklich gut gemacht.» Sein Team hätte über weite Teile des Spiels das Geschehen auf dem Platz kontrolliert, aber auch bei einigen Aktionen der Franzosen das «nötige Glück» gehabt.
Die Leistungen der Mainzer in den letzten Wochen erfüllen den Schweizer Trainer mit Stolz. Dennoch betont er: «Du musst auf dem Boden bleiben, weil gewonnen haben wir noch nichts.»
Auch im blue Sport Studio ist man voll des Lobes über die Leistungen Fischers. Die beiden Experten Daniel Gygax und Blerim Dzemaili, geben dabei gar Anekdoten aus gemeinsamen Spielertagen zum Besten.
«Als Spieler war Urs Fischer unangenehm. Am Anfang hast du dich kaum getraut, etwas zu sagen», erinnert sich Gygax, der in Zürich 38 Mal mit dem damaligen FCZ-Captain auf dem Platz stand. «Und beim Training musstest du aufpassen. Da konntest zu im ‹5 gegen 2› nicht den Max machen, sonst hat's dann mal geklöpft!»

Urs Fischer machte 343 Spiele für den FCZ.
Keystone
Bei Blerim Dzemaili, der in ganz jungen Jahren seine ersten Trainings mit den FCZ-Profis ebenfalls noch mit Fischer erlebte, war der Respekt noch grösser: «Ich muss sagen, es war nicht schön für mich. Ich hatte in meiner ganzen Karriere nie so viel Angst wie in diesen paar Trainings.» Neben dem Platz sei Fischer eine überragende Person gewesen. «Aber auf dem Platz hat er mich schon sehr beeindruckt. Ich hatte wirklich Angst.»