Lugano blamiert sich im Cup gegen Promotion-League-Klub Biel und scheitert im Viertelfinal. Entsprechend bedient ist Mattia Croci-Torti nach der Niederlage. Trotzdem findet er eine Sache auch schön.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Lugano scheitert im Cup-Viertelfinal an Promotion-League-Klub FC Biel und wird den Cupfinal zum ersten Mal seit vier Jahren verpassen.
- «Wenn du so viele Chancen hast und gegen Biel kein Tor erzielst, ist es klar, dass du am Ende weinst», sagt Lugano-Coach Mattia Croci-Torti nach der Niederlage.
- Biels Held Omer Dzonlagic dagegen ist überglücklich und spricht von einem Karriere-Highlight.
Der Plan von Luganos Trainer Mattia Croci-Torti, kräftesparend in den Halbfinal einzuziehen, misslang gründlich. Die auf vielen Positionen umgestellte Mannschaft biss sich am FC Biel die Zähne aus, weil sie nur selten Lösungen gegen den kompakt stehenden Aussenseiter fand. Dieser nutzt seine erste Torchance nach der Pause: Brian Beier fand in der 69. Minute mit einem Pass in den Strafraum Omer Dzonlagic. In der Nachspielzeit traf Malko Sartoretti zum 2:0.
So feierte Biel den unerwarteten Coup und den Einzug in den Halbfinal, während Lugano erstmals seit 2021 den Cupfinal nicht erreichen wird. «Wir waren nicht gut genug heute. Das müssen wir akzeptieren. Biel hatte zwei, drei Chancen und hat eine davon genutzt. Da müssen wir gratulieren. Sie haben das Spiel ihres Lebens gemacht», erklärt Croci-Torti nach dem Spiel dem SRF.
«Wenn du so viele Chancen hast und gegen Biel kein Tor erzielst, ist es klar, dass du am Ende weinst. Wir haben nicht wie ein Super-League-Team gespielt», so der Lugano-Coach weiter. «Das Aus ärgert mich und ich bin traurig, aber das ist auch das Schöne am Schweizer Cup. Jeder Gegner kann zeigen, was er draufhat. Da können wir nur ‹so› machen (zieht den Hut).»
Biel-Held Dzonlagic: «Ein Karriere-Highlight»
Ganz anders ist die Gefühlslage natürlich auf der Gegenseite. Matchwinner Omer Dzonlagic, der die Bieler mit seinem Führungstor auf die Siegesstrasse brachte, sagt: «Ich bin jetzt 29 und erst jetzt habe ich ein wirkliches Karriere-Highlight erlebt, das mir für immer bleiben wird – ein Promotion-League-Klub steht im Halbfinal. Es ist unglaublich für mich, für die ganze Mannschaft und für die Stadt. Jetzt müssen wir das feiern und geniessen.»
Der Glaube an den Exploit sei von Anfang an da gewesen. «Der Trainer hat uns gesagt, dass wir dieses Spiel gewinnen, wenn wir es schaffen, bis zur 60. Minute kein Tor zu bekommen», so Dzonlagic. Den Treffer schoss er dann mit letzter Kraft: «Ich wusste, dass ich ausgewechselt werde, ich hatte Krämpfe. Ich habe dann einem Mitspieler gesagt, dass er mir den Ball noch einmal zuspielen soll, dass es vielleicht meine letzte Aktion ist. Gott sei Dank konnte ich das Tor schiessen.»