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Jetzt meldenHeute steigt der Achtelfinal-Knaller gegen Kolumbien! Murat Yakin erwartet einen Abnützungskampf – und hat einige Personalsorgen. Drei Spieler mussten das Abschlusstraining abbrechen.
Die Pressekonferenz der Schweizer beginnt mit schlechten Nachrichten: Luca Jaquez und Michel Aebischer sind fraglich – und drei weitere Spieler mussten das Abschluss-Training abbrechen. Es handelt sich um Djibril Sow, Ruben Vargas und Johan Manzambi.
Yakin: «Der Ärger ist gross genug, wenn sie das Training abbrechen am Tag vor dem Spiel. Es wäre ein riesen Verlust, wenn sie nicht auf dem Platz stehen könnten. Es werden Untersuchungen gemacht, dann wissen wir Bescheid.» Dieser wird in den nächsten Stunden erwartet. Yakin: «Es wäre schmerzhaft, wenn die erwähnten Spieler nicht dabei sein könnten.»
Yakin sagt: «Das gehört zum Fussball, aber bei uns weiss jeder, was zu tun, wenn einer den anderen ersetzen muss.» Auch wenn die individuelle Klasse Manzambis «schwierig zu ersetzen ist, hat die Rotation immer sehr gut funktioniert, das stimmt mich zuversichtlich.»
Ob er sich an die WM 2022 zurückerinnert fühle, als viele Spieler gegen Portugal krank waren und nicht gesund wurden? «Nein, vor vier Jahren war es komplett anders, wir hatten wenig Erholungszeit und Spieler, die sich nicht von der Grippe erholen konnten – es ist eine andere Konstellation. Wir hatten Zeit, uns zu erholen, und jene, die auflaufen, sind fitte Spieler.»
Ist es das grösste Spiel seiner Trainer-Karriere? Yakin: «Man spielt nicht alltäglich ein WM-Achtelfinal. Eine grosse Freude, man spürt es bei den Spielern im Training. Wir spüren den Support aus der Schweiz. Es wird ein grosses Spiel und grosse Spieler entscheiden grosse Spiele. Wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir jeden Gegner vor Probleme stellen.»
40'000 fanatische kolumbianische Fans werden laut der Journalisten aus Südamerika heute im BC-Place erwartet. «Natürlich wissen wir, dass viele kolumbianische Fans im Stadion sind. Aber in der Schweiz unterstützen uns auch viele, das gibt uns Kraft.»
Zu Kolumbien sagt er: «Wir wissen, dass es bei ihnen in jedem Zweikampf ums Überleben geht. Es ist hart, aber fair. Wir müssen dagegenhalten und uns nicht provozieren lassen. Es wird wahrscheinlich unser härtestes Spiel sein.»
Verteidiger Nico Elvedi sagt: «Wir sind sehr gut vorbereitet auf das Spiel und fühlen uns alle sehr gut. Jeder, der auf dem Platz steht, wird brennen.»
Er selber spielt eine hervorragende WM – Auslöser war ein Aha-Moment: «Als ich einmal nicht aufgeboten wurde, war's ein Weckruf. Ich habe ein paar Sachen geändert im Leben, Ernährung, Athletik, Fitness. Ich fühle mich einfach extrem gut auf dem Platz.» Elvedi weiter: «Der ganzen Mannschaft ist bewusst, dass wir Geschichte schreiben können. Jeder zittert mit uns mit, feuert uns an in der Schweiz – wir wollen etwas zurückgeben.»
Ein Thema ist dabei auch die zurückgenommene Sperre von Folarin Balogun, der für die USA nach seiner Roten Karte im Achtelfinal gegen Belgien spielen durfte. Yakin und Elvedi beantworten die Frage nicht, der SFV verweist auf das offizielle Communiqué: «Der Entscheid im Fall Balogun ist für den SFV unverständlich – unabhängig davon, wie es dazu gekommen ist. Bislang war klar: Wer vom Platz gestellt wird, ist automatisch für das nächste Spiel gesperrt. Dieser Grundsatz war für alle gleich und hat für Klarheit gesorgt. Dieser Entscheid wirft Fragen auf und schafft Unsicherheit – auch mit Blick auf die Bedeutung von Schiedsrichterentscheiden, insbesondere wenn der VAR im Einsatz ist.»
Nun soll aber der Ball wieder rollen. Die Nati scheiterte zuletzt 2014 gegen Argentinien, 2018 gegen Schweden und 2022 gegen Portugal jeweils im Achtelfinal. Das soll sich heute ändern.
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