Der ehemalige YB-Spieler, der in den USA neue Massstäbe setzt

5.12.2018 - 16:04, tbz

Josef Martinez spielte einst in der Super League für die Berner Young Boys.
Bild: Keystone

Am Samstag wird in Atlanta der amerikanische Fussballmeister gekrönt. Im Finalspiel der MLS trifft Atlanta United auf die Portland Timbers. Mit von der Partie ist auch der ehemalige YB-Spieler Josef Martínez. Der 25-Jährige ist der neue grosse Star der MLS und könnte Atlanta zum ersten MLS-Titel schiessen.

Im Januar 2012 wechselte Josef Martínez für eine unbestimmte Ablösesumme vom FC Caracas zu den Young Boys nach Bern. Während seinen zwei Jahren in der Schweiz lief Martínez insgesamt 50-mal für die Berner Young Boys und 32-mal für den FC Thun auf. Dabei gelangen dem gebürtigen Venezuelaner elf Tore. Im Sommer 2014 verliess er YB und wechselte zum FC Turin in die Serie A, wo er in drei Jahren 13 Treffer erzielte.

Josef Martinez jubelt nach seinem Tor gegen Lausanne zusammen mit Steve von Bergen. Februar 2014.
Bild: Keystone

2017 schloss sich Martinez dem neu gegründeten MLS-Team Atlanta United an, bei dem ihm endlich der Durchbruch gelang. Bereits in seiner Debüt-Saison erzielte der Stürmer 19 Tore in 20 Spielen und avancierte sofort zum Leistungsträger. In der aktuellen Saison steht Martínez nach 38 Partien bei 34 Treffern und wurde zum MLS-Rekordtorschützen der Regular Season gekürt.

Damit liess er in dieser Saison sogar Superstar Zlatan Ibrahimovic klar hinter sich. Dem Schweden gelangen 2018 bei LA Galaxy 22 Tore. Dementsprechend erfolgreich ist auch Martínez' Verein, Atlanta United. Mit seinen Toren hat er den noch jungen Klub ins Endspiel der MLS geschossen.

Die Fussballmeisterschaft in den USA ähnelt jener im Schweizer Eishockey – es gibt eine Regular Season und Playoffs (Viertel-, Halbfinal und Final). Am kommenden Samstag (8. Dezember) steht das Spiel aller Spiele an. Im Merceds Benz Stadium in Atlanta wird im Spiel zwischen Atlanta United und den Portland Timbers der neue Meister erkoren. Schiesst Josef Martínez sein Team im Endspiel zum Sieg, er würde sich ein Denkmal setzen. In der Schweiz war er weit davon entfernt.

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