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Die Schweizer Nati kriegt es höchstwahrscheinlich mit dem Iran zu tun.
AP
495 verschiedene Sechzehntelfinal-Szenarien gab es. Jetzt sind es noch 8. Wir haben mitgerechnet und sind uns (ziemlich) sicher: Der Gegner der Schweizer Nati im Sechzehntelfinal dürfte wohl der Iran sein.
Gibt's eigentlich irgendeinen Modus, bei dem man als Fussballfan noch weiss, wie er funktioniert? Ligaphasen, Supercomputer-Auslosungen – und Maradona, bewahre uns: die Nations League!
Alles muss heute kompliziert sein. So scheint es. Und weil die FIFA in komplizierten Dingen besonders viel Talent zeigt, färbt sich das auch auf die Weltmeisterschaft ab – insbesondere auf die Paarungen in den Sechzehntelfinals.
Das Problem: Acht von zwölf Gruppendritten qualifizieren sich zusammen mit den Gruppensiegern und Gruppenzweiten für die K.o.-Phase. Und wenn acht von zwölf Drittplatzierten weiterkommen, dann entstehen daraus 495 mögliche Kombinationen.
Um Übersicht zu schaffen, veröffentlichte der Weltverband lange vor dem Turnier ein 98-seitiges Dokument. Mit drin: Alle diese 495 Kombinationen. Die letzten 17 Seiten sind damit gefüllt.
Und weil die Schweiz als Gruppensieger auf einen solchen Gruppendritten trifft, geht für die Nati das grosse Rechnen los. Stand Samstagmittag sind längst nicht mehr alle 495 Kombinationen möglich, weil fünf der acht Gruppendritten bereits feststehen.
Einige weitere Kombinationen fallen zusätzlich weg, weil nur noch drei Gruppen eine letzte Runde spielen und gewisse Szenarien schlicht nicht mehr möglich sind.
Im Netz finden sich zahlreiche mathematische Rechenspiele – oft mit unterschiedlichen Resultaten, oft fliessen auch Sieg-Wahrscheinlichkeiten mit ein. Wir haben alle 495 Kombinationen angeschaut und können nun mit grosser Sicherheit sagen: Die Schweiz trifft wohl auf den Iran.
Aktuell sind von den 495 Kombinationen nur noch acht möglich. In diesen acht Szenarien trifft die Schweiz sieben Mal auf den Iran und einmal auf den Gruppendritten der Gruppe J (Österreich oder Algerien). Das heisst, die Nati spielt zu 87,5 Prozent gegen den Iran.
Die Schweiz würde einzig dann gegen Österreich oder Algerien spielen, wenn sich die Gruppendritten von allen drei ausstehenden Gruppen am letzten Spieltag noch für die K.o.-Phase qualifizieren.
Man kann sich also merken: Wenn am Sonntagmorgen Kroatien, Algerien, Österreich und der Kongo im Sechzehntelfinal stehen, dann spielt die Schweiz gegen den Dritten der Gruppe J. In allen anderen Fällen gegen den Iran.