Manuel Akanji spricht im SRF-Talk «Gredig direkt» über die Rolle seiner Frau, die WM im Sommer, seine kurz- und langfristigen Ziele und er verrät, warum er keine Trainer-Karriere anstrebt.
Am 1. September 2025 wechselt Manuel Akanji leihweise von Manchester City zu Inter Mailand. Der Deal ist erst wenige Stunden vor der Schliessung des Transferfensters fix. Der Nati-Star muss deshalb gar kurzfristig aus dem Nati-Camp abreisen. «Anfangs war es stressig, weil alles auf den letzten Drücker passierte», erinnert sich Akanji. Aufgrund der familiären Konstellation sei es sein schwierigster Wechsel gewesen. «Als wir nach Manchester gingen, hatten wir erst unseren ältesten Sohn. Mittlerweile sind es drei Kinder.» Manchmal habe er schon auch ein wenig ein schlechtes Gewissen. «Ohne meine Frau funktioniert das alles nicht. Und ihr Alltag ist oft stressiger als meiner.»
Die Familie steht bei Akanji an erster Stelle – und sie hat ihn auch geprägt. Wie sich der 18-Jährige Akanji vom heutigen unterscheide, will Gredig wissen. «Früher wollte ich Markenkleider und das neuste iPhone. Heute ist mir Luxus unwichtig», so der Nati-Star. Das habe auch viel mit seinen Kindern zu tun, da realisiere man, was wirklich wichtig ist im Leben.
«Wir sind mit der Schweiz immer für eine Überraschung gut»
Auf die WM im Sommer freut sich Akanji, auch wenn die politische Situation in den USA zu Reden gibt. Das bekomme man natürlich schon auch mit, aber als Fussballer müsse man vorsichtig sein, was man für Aussagen tätige. «Ich hoffe, dass ich einfach hingehen kann, ohne mir Gedanken machen zu müssen.» Denn in erster Linie möchte er einfach Fussball spielen. «Wir sind mit der Schweiz immer für eine Überraschung gut. Alles ist möglich, aber es braucht auch Glück», so der Nati-Verteidiger.
Allerdings ist die WM noch weit weg. Zunächst will er mit Inter Mailand auf Titeljagd gehen. In der Serie A ist Inter auf Meisterkurs, im Cup steht man im Halbfinal und auch in der Champions League ist noch alles möglich, auch wenn es in der K.o-Runde gerade eine empfindliche Auswärtsniederlage absetzte.
Akanji strebt keine Trainer-Karriere an
Akanji ist nun auch schon 30 Jahre alt und macht sich den einen oder anderen Gedanken über die Zeit nach seiner Spielerkarriere. Eins ist für ihn aber klar. «Stand jetzt kann ich mir nicht vorstellen, Trainer zu sein.» Der Job sei sehr zeitraubend und man habe die Wochenenden verplant. Ich möchte lieber mehr Zeit für die Familie haben und die Zukunft besser planen können.» Gleichzeitig wolle er auch mehr Freiheiten in Bezug auf seine Freizeitgestaltung. Ferien machen, wann er will, mal spontan ein Fussball-Spiel seines Sohnes schauen oder ein Konzert besuchen. Alles Dinge, die als Fussballer nicht möglich sind.
Im Talk «Gredig direkt» erfährst du auch, weshalb Akanji seit Jahren die gleichen Schienbeinschoner trägt, was es mit seinem Tattoo «Prove them wrong» auf sich hat, wie ihm Yann Sommer beim Einleben in Italien geholfen hat und was Fussballer von Fussballerinnen lernen können.