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Jetzt meldenWas plant Murat Yakin heute zum Start gegen Katar? Der Nati-Coach lässt sich vor dem Spiel nicht in die Karten blicken. Die Frage ist, ob er Ricardo Rodriguez wirklich auf der Ersatzbank lässt, wie es einige vermuten. Es gibt eigentlich keinen Grund dazu.
Es ist 15 Jahre her, als Ricardo Rodriguez (33) sich auf unnachahmliche Art in die Nati spielt. Bei einer Partie in Wales sieht Linksverteidiger Reto Ziegler Rot, Rodriguez übernimmt seine Position – und gibt sie nie wieder her. Unglaubliche 138 Länderspiele hat er seither gemacht, war auch in der WM-Qualifikation eine feste Grösse und würde gegen Katar sein 13. WM-Spiel machen, womit er mit Granit Xhaka Schweizer Rekordhalter würde.
Von den Leistungen in der Nati her gibt es eigentlich keinen Grund, Rodriguez aus der Mannschaft zu nehmen. Nur pröbelte Yakin an einem neuen System und brachte Denis Zakaria in der Dreier-Kette an seiner Stelle. Es glückte und man siegte 4:1 gegen Jordanien.
Jener Gegner galt als Test für das Katar-Spiel. Hält Yakin nun auch heute an Zakaria fest und setzt Rodriguez wirklich auf die Bank? Einige Beobachter sähen dies als die offensivere Variante. An der Pressekonferenz sagt der Nati-Trainer: «Ich habe eine Mannschaft, die verschiedene Systeme spielen kann. Die Spieler wissen Bescheid, wie wir spielen, das ist das Wichtigste. Wir haben in der Verteidigung und im Mittelfeld erfahrene Spieler, die schnell wissen, was zu tun ist.»
Grundsätzlich hat Yakin die Möglichkeiten, mit einer Dreier- oder einer Viererkette zu spielen. In der zweiten Variante wäre Rodriguez als Linksverteidiger gesetzt. Wobei er auch in der Dreierkette spielen kann.

Ricardo Rodriguez musste zuletzt mehrmals auf der Bank Platz nehmen.
imago
Granit Xhaka, der als Freund von Rodriguez gilt, sagt: «Ob er auf der Kippe ist oder nicht, weiss ich nicht. Wir kennen den Trainer, der den einen oder anderen Spieler manchmal auch ein wenig provozieren will, damit er ein bisschen mehr zeigt.»
Zakaria oder Rodriguez, es ist die eine heisse Aufstellungsfrage. Die andere ist, ob Yakin einen Platz für Super-Talent Johan Manzambi findet. Zum Beispiel statt Silvan Widmer, der ebenfalls oft gesetzt war. Oder falls einer aus dem Duo Michel Aebischer/Fabian Rieder auf die Bank müsste.
Bei Bauchmensch Yakin kann sich kaum ein Spieler zu sicher fühlen. Beim EM-Auftakt 2024 gegen Ungarn packte Yakin plötzlich Kwadwo Duah im Sturm aus – und dieser traf dann direkt. Eine solche Überraschung ist heute im San Francisco Bay Area Stadium eher nicht zu erwarten. Aber egal, wer gegen Katar spielt: Dieser Gegner sollte die Nati mit jedem Personal schlagen.
Mögliche Schweizer Aufstellung: Kobel; Elvedi, Akanji, Rodriguez; Manzambi, Freuler, Xhaka, Aebischer; Vargas, Ndoye; Embolo