Skandale zum Abschied

Die zehn kuriosesten Entlassungen im Fussball-Business

SB10

15.4.2020

Adil Rami wurde 2018 mit Frankreich Weltmeister. Mit Pamela Anderson war er zwei Jahre liiert. Die Beziehung scheiterte ebenso wie ein würdiger Ausklang seiner Karriere.
Bild: Getty

Es gibt viele Gründe, weshalb man im Fussball-Geschäft seinen Job loswird. Meistens sind die Ursachen dafür banal, ganz im Gegensatz zu den  folgenden zehn Rauswürfen.


Autokennzeichen gefälscht

Guangzhou Evergrande Taobao trennte sich jüngst vom ehemaligen langjährigen chinesischen Nationalspieler Hanchao Yu. Der 33-Jährige wurde dabei ertappt, wie er an seinem Autokennzeichen den Buchstaben E in ein F änderte, um damit die in China geltenden Verkehrsregeln zu umgehen. Der Schützling von Trainer Fabio Cannavaro musste für 15 Tage in Haft. Und darf nun auf Klubsuche.


Präsidententochter geschwängert

Ein nigerianischer Fussballer wurde nach eigenen Angaben in Slowenien von seinem Zweitligaklub entlassen, weil er die Tochter des Präsidenten schwängerte.

Seine Freundin soll dazu angehalten worden sein, ihn auf Social Media zu blockieren und keinen Kontakt mehr mit ihm zu haben, beklagte er sich. Was die FIFA bei diesem speziellen Streit entschied, ist leider unbekannt.


Frauen der Mitspieler belästigt

Der ägyptische Nationalspieler Amr Warda flog aus dem Kader für den Afrika-Cup. Grund dafür waren die «vielen Frauen», mit denen der 26-Jährige chattete. Und offenbar auch belästigte

Bereits früher war der Schwerenöter negativ aufgefallen: Der portugiesische Erstligist CD Feirense kündigte nach nur drei Tagen den Leihvertrag mit ihm, weil er die Ehefrauen von zwei Mitspielern sexuell belästigt haben soll.

Mo Salah und sein umstrittener Teamkollege Amr Warda.
Bild: Getty

Hintern im Livestream entblösst

Ebenfalls nicht am Afrika-Cup teilnehmen durfte Haris Belkebla. Der Algerier streckte in einem Fortnite-Livestream seinen Po in die Kamera, während sein Teamkollege Alexandre Oukidja am Controller sass. Schlechte Idee.


Umwege und Schäden

Die Busfahrer hatten unter dem damaligen BVB-Trainer Jürgen Klopp einen schweren Stand: Im Mai 2010 erhielt Udo Rottke nach sieben Jahren die Kündigung. Er soll sich trotz Navigationsgerät zu oft verfahren haben.

Auch sein Nachfolger Martin Bock musste nur 17 Monate später demissionieren, weil die in der ersten Reihe sitzenden Klopp und sein Manager Michael Zorc unzufrieden waren. Er fuhr angeblich zu viele Beulen in den 300'000 Euro teuren Car. Unter anderem rammte er gemäss der «Bild» einen Aussenspiegel ab und krachte beim Ausparken gegen einen Betonpfosten. Immerhin blieb den beiden so der Anschlag mit der Rohrbombe erspart.



Vorgezogene Ferien

Galatasaray-Trainer Fatih Terim warf seinen Verteidiger Serdar Aziz raus. Kein Wunder: Der 28-Jährige meldete sich zuvor beim letzten Meisterschaftsspiel mit Magenproblemen ab. Dummerweise postete die Frau des 17-fachen türkischen Nationalspielers wenig später eine Instagram-Story, die den angeblich kranken Gatten entspannt auf den Malediven zeigt.

Ferienbild mit Folgen.
Bild: Twitter/turkish football

Zu hoch gewonnen

Beim italienischen Klub ASD Invictasauro wurde Nachwuchstrainer Massimiliano Riccini gefeuert. Nicht etwa nach einer Niederlage, sondern nach einem stolzen 27:0-Sieg. Die Nachwuchsspieler hätten ihren Gegnern nicht ausreichend Respekt entgegengebracht, fanden die Klubverantwortlichen und gaben dem Trainer die Schuld dafür.


Notdurft im fragwürdigen Zustand 

Jeffrey De Visscher wurde 2012 beim holländischen Zweitligisten FC Emmen entlassen, nachdem der Stürmer im Wald sein Geschäft verrichtete.
Offenbar wurde De Visscher mitten in der Nacht von der Polizei dabei ertappt, wie er sturzbetrunken mit heruntergelassener Hose neben seinem Auto hockte. Neben dem Führerschein verlor er auch seinen Arbeitgeber.


Missglückter Panenka-Versuch

Die Grenze zwischen Mut und Übermut ist fliessend. Brendix Parra musste  den venezolanischen Klub Independiente de Campo Grande verlassen, als er mit einem peinlichen Panenka-Versuch im Elfmeterschiessen das Aus seines Teams in der Copa Sudamerica besiegelte. Der Präsident hatte für diesen Abschluss wenig Verständnis und zog die Reissleine.


Game-Show

Bei Olympique Marseille meldete sich Adil Rami für das Training aus persönlichen Gründen ab. Der Weltmeister von 2018 hatte tatsächlich Wichtigeres zu tun. Der 34-jährige Verteidiger nahm an einer Promi-Reality-TV-Show teil, wo er unter anderem auch beim Schlammcatchen gefilmt wurde.

Viel schlimmer dürfte dem Franzosen die Trennung seiner damaligen Freundin Pamela Anderson zugesetzt haben. Der Baywatch-Star beendete ihre Beziehung nach zwei Jahren und erhob danach schwere Vorwürfe. Die Amerikanerin bezeichnete Rami sogar öffentlich als «Monster». 

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