Diese kreativen Captainbinden sind leider bald Geschichte

SB10

22.8.2018

Jede Captainbinde ein Original: «Papu» Gómez mag es kreativ.
Bild: Instagram/papugomez_official

Alejandro Darío «Papu» Gómez ist ausserhalb der Serie A nicht sehr vielen Fussballfans bekannt. Dabei glänzt der Captain von Atalanta Bergamo auf dem Spielfeld mit tollen Leistungen. Ebenfalls fallen dabei seine äusserst kreativen Armbinden auf. Bald drohen ihm jedoch vom Verband Sanktionen.

Der italienische Liga-Verband hat vor der neuen Spielzeit den Klubs bekannt gegeben, dass nur noch standartisierte Captainbinden mit Aufschrift «Capitano» erlaubt sind. Einheitliche Designs für die Kennzeichnung bei den Spielführern gibt es zum Beispiel bereits in allen UEFA-Wettbewerben sowie in den meisten Meisterschaften, so etwa auch in der Premier League.

In der Europa-League-Kampagne lief Gómez brav mit ofizieller Armbinde auf.
Bild:  Getty Images

In der Serie A hat sich «Papu» Gómez das Stück Stoff zum Markenzeichen gemacht. Der Argentinier ist seit 2014 bei Atalanta Bergamo tätig. In der Lombardei avancierte der wuselige Angreifer dank 72 Skorerpunkten in 129 Meisterschaftsspielen nicht nur zum Publikumsliebling, sondern lief bald auch als Captain auf. Vor zwei Jahren hatte Gómez schliesslich die Idee, die Armbinden mit seinen eigenen Motiven zu gestalten. Er zeigte sich dabei äussert kreativ. Für jedes Spiel gestaltet er eine neue Binde. Beispiele gefällig?

Kindergeburtstag ...

Bild: Getty Images

... Camouflage ...

Bild: Getty Images

... oder Batman!

Bild: Getty Images

Mehr kreative Captainbinden aus dem Hause Gómez

Am ersten Spieltag liefen von 16 von 18 Spielführern, darunter Blerim Dzemaili bei Bologna, mit regulärer Binde auf. Neben dem 30-Jährigen Gómez, der letztes Jahr übrigens sogar in der Albiceleste debütierte, hielt sich auch Romas De Rossi nicht an die neue Regel.

«CAPITANO» bei Bologna ist ein Schweizer: Blerim Dzemaili.

Auch Daniele De Rossi rebellierte

Haudegen De Rossi wird seinem Ruf gerecht und nimmt eine Strafe in Kauf.
Bild: Getty Images

Der italienische Liga-Verband hat inzwischen zwar bestätigt, vorerst Milde walten lassen zu wollen und die beiden fehlbaren Spieler nicht zu bestrafen. Der Verband will aber in naher Zukunft die neue Regel strikt durchsetzen. Dies, weil auf der Binde etwa politische oder religiöse Botschaften stehen könnten. So werden die kreativen Ideen von «Papu» Gómez leider bald der Vergangenheit angehören. Schade eigentlich.

Auch die Kinder werden die bunten Armbinden vermissen

Zurück zur Startseite