Heimliche Abmachungen Finanz-Tricksereien: Nächste Strafe für Ex-Juve-Boss Agnelli

SDA

10.7.2023 - 20:39

Andrea Agnelli wird wegen unerlaubter Finanztricks als Präsident von Juventus Turin ein zweites Mal belangt
Andrea Agnelli wird wegen unerlaubter Finanztricks als Präsident von Juventus Turin ein zweites Mal belangt
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Andrea Agnelli, der ehemalige Präsident von Juventus Turin, wird zum zweiten Mal wegen Finanztricks gesperrt.

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  • Andrea Agnelli, ehemaliger Präsident von Juventus Turin, wird zum zweiten Mal gesperrt.
  • Agnelli erhält eine 16-monatige Sperre und muss eine Geldstrafe von 60'000 Euro zahlen.
  • Die Sperre resultiert aus Vorwürfen, dass Juventus Turin während der Corona-Pandemie die Bücher verfälscht und Gehaltsvereinbarungen mit Spielern getroffen hat, um diese später auszugleichen.

Weil der Rekordmeister der Serie A unter seiner Führung während der Corona-Pandemie die Bücher verfälscht haben soll, wurde Agnelli vom Sportgericht des italienischen Fussballverbands (FIGC) für 16 Monate gesperrt. Zudem muss der 47-Jährige eine Geldstrafe von 60'000 Euro zahlen.

Im Detail geht es darum, dass Juventus im Frühjahr 2020 mit seinen Spielern angeblich einen Gehaltsverzicht von vier Monaten ausgehandelt hatte. Dies wurde als Zeichen der Solidarität der Spieler gewertet und so auch in den Bilanzen verbucht. Heimlich aber schloss der Verein mit den Profis Abmachungen, ihnen die Monatsgehälter zu einem späteren Zeitpunkt zu ersetzen.

Agnelli war Ende 2022 mit der gesamten Juventus-Chefetage zurückgetreten. Im Anschluss wurde er vom Verband bereits einmal für zwei Jahre gesperrt, weil die Turiner unter seiner Ägide jahrelang die Marktwerte von Spielern verfälscht hatten, um auf dem Transfermarkt durch Deals mit anderen Vereinen höhere Beträge verbuchen zu können. Nachdem das Urteil sportgerichtlich bereits von der höchsten Instanz in Italien bestätigt wurde, geht Agnelli nun vor ordentlichen Gerichten dagegen vor.