Einzelkritiken der FCB-Spieler und Stimmen zum Spiel

14.2.2018 - 10:36, Patrick Lämmle

Die Basler verlieren das Hinspiel gegen ManCity klar mit 0:4 – der Traum vom Viertelfinal ist damit geplatzt. Es folgen die Einzelkritiken der FCB-Spieler.
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Tomas Vaclik: Vier Tore hat er kassiert, dennoch kann man dem FCB-Goalie keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil! In der 2. Minute lenkt er einen Kopfball aus nächster Nähe über die Latte, in der 33. Minute verhindert er das drohende 0:3 und in der 74. Minute glänzt er mit einer Weltklasseparade: Er wehrt einen Schuss von Doppeltorschütze Gündogan aus ca. acht Metern ab.
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Taulant Xhaka: Vor dem zweiten Gegentreffer entwischt ihn der pfeilschnelle Sterling, dessen Flanke über Umwege bei Torschütze Bernardo Silva landet. Aufgeben, das kennt Xhaka aber nicht. Auch in der 80. Minute kämpft er um jeden Ball und leitet nach einer starken Balleroberung einen – zumindest im Ansatz – gefährlichen Angriff ein.
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Léo Lacroix: Er wirkt nicht immer stilsicher, doch die City-Spieler lassen den Basler Verteidigern auch kaum eine Verschnaufpause. Vor dem zweiten Gegentreffer verlängert er die Flanke von Sterling und düpiert damit seine Mitspieler und in der 23. Minute landet der Ball nach seinem Tackling direkt bei Aguero – der zieht ab und trifft zum 3:0. Ihm die Schuld für diese Gegentore in die Schuhe zu schieben wäre aber nicht fair.
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Marek Suchy: Der Kapitän macht ein ordentliches Spiel ohne «tödliche» Fehler. Dennoch steht auch er hin und wieder im Schilf, wenn die City-Spieler aufs Gaspedal drücken.
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Michael Lang: Beim Sieg gegen Manchester United war er der gefeierte Held. Gegen Manchester City bleibt er aber blass, da er für einmal keine Akzente in der Offensive setzen kann. Nach dem Spiel sagt er: «Manchester City spielt in einer anderen Liga» – und damit hat er schlichtweg Recht.
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Fabian Frei: Von ihm hat man sich sicherlich ein bisschen mehr erhofft. Beim Kopfball von Gündogan steht er zwar eng am Mann und doch kann er den Deutschen nicht am Torerfolg hindern. Und auch beim vierten Gegentreffer genügt ein Haken von Gündogan, um Frei ins Leere laufen zu lassen.
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Geoffroy Serey Die: Er hält die Eisen rein und tut den City-Spielern auch mal weh. Er kann das Spielfeld trotz der klaren Pleite erhobenen Hauptes verlassen, denn er hat alles aus sich rausgeholt.
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Blas Riveros: In der 5. Minute spielt er einen langgezogenen Ball auf Oberlin, der Torerfolg bleibt leider aus. Beim zweiten Gegentreffer konzentriert er sich nur darauf, das Zentrum zu schliessen und verliert deshalb für einen kurzen Augenblick seinen Gegenspieler aus den Augen, das wird eiskalt bestraft.
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Valentin Stocker (bis 71. Minute): Er zeigt gute Ansätze und traut sich auch einiges zu. Kurz nach dem 0:1 bietet sich ihm beinahe die Ausgleichschance, doch er kommt einen Schritt zu spät. Zweimal setzt er Oberlin wunderbar in Szene, das hätten auch zwei Assists sein können.
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Dimitri Oberlin: Er hat gezeigt, welch unglaubliches Potenzial in ihm steckt. Er kommt gegen ManCity zu drei Topchancen. Doch weder in der 5. Minute (er zieht alleine auf den Goalie), noch in der 56. aus spitzem Winkel macht er das Tor. Und in der 67. Minute setzt er einen Kopfball aus fünf Metern am Kasten vorbei. Und nicht zu vergessen, in der 12. Minute hätte er beim Stand von 0:0 einen Elfer bekommen müssen. Auch sein Freistoss in der 2. Halbzeit ist nicht ungefährlich. Er erinnert ein bisschen an den pfeilschnellen Salah, der in frühen Jahren ebenfalls als Chancentod galt, heute aber ein absoluter Weltstar ist. 
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Mohamed Elyounoussi (bis 85. Minute): Auch er kommt zu zwei Torchancen, besonders sein Weitschuss in der 65. Minute hat es in sich. Doch Ederson ist ein Topgoalie und deshalb wird der Norweger nicht belohnt. Aber natürlich hat auch Elyounoussi einen schweren Stand und so wird er dieses Spiel als «gute Erfahrung» abhaken.
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Albian Ajeti (ab 71. Minute) und Kevin Bua (ab 85. Minute) bleiben unauffällig.
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Der FC Basel startet gegen Manchester City mutig und vergibt die frühe Führung. Doch bald zeigt sich der Klassenunterschied und so setzt es am Ende eine klare 0:4-Niederlage ab. Hier sind die Einzelkritiken der FCB-Spieler (Galerie oben), die Highlights der Partie und die Stimmen zum Spiel.

Der FC Basel startet vielversprechend, schon in der 5. Minute zieht Dimitri Oberlin alleine auf ManCity-Schlussmann Ederson. Doch der 20-Jährige hat noch nicht die Coolness eines Superstars und so vergibt er diese Topchance fast schon fahrlässig. Kurz darauf steht der junge Stürmer erneut im Fokus als er im Sechzehner gefoult wird – der Penaltypfiff bleibt aber aus.

Quasi im Gegenzug erzielt City nach einer Ecke das 1:0. Ilkay Gündogan kommt am ersten Pfosten zum Kopfball, weil Fabian Frei nicht vehement genug dagegen hält. Michael Lang sagt es so: «Das ist ärgerlich, weil so eine Standardsituation kann man verteidigen.» Auch Valentin Stocker meint: «Das hat uns das Genick gebrochen.» Die Enttäuschung hält sich bei den beiden Nationalspielern dennoch in Grenzen, denn City war schlichtweg eine Klasse besser. So dumm das auch töne, «der Premier-League-Leader spielt in einer anderen Liga», bilanziert Lang.

Frei, der nicht sein bestes Spiel zeigte, lässt sich nicht unterkriegen: «Es gibt nichts, wofür wir uns schämen müssen. Der Gegner war einfach besser. Ein 0:4 tönt natürlich hart, aber abschlachten lassen haben wir uns nicht.»

Das sagen die Trainer

Pep Guardiola zeigt sich als äussert fairer Gewinner, der dem FCB Respekt zollt. Auch er hat gesehen, dass sein Team früh hätte in Rückstand geraten können. Dass sein Team am Ende 4:0 gewinnt, hat den Coach aber kaum überrascht, zu souverän spielt sein Starensemble in dieser Saison. Der Spanier gibt aber auch zu bedenken, dass die lange Winterpause für Basel sicherlich nicht von Vorteil war: «Vielleicht fehlte dem FC Basel der Rhythmus. Gegen ZSKA, Benfica und Manchester United haben sie Rhythmus gehabt.»

Raphael Wicky ist nach dem Spiel nicht am Boden zerstört: «Wir haben gut gestartet und haben Chancen erarbeitet. Aber ich habe gesagt, wir brauchen eine perfekte Nacht und dann müssen wir die Tore machen.» Nach dem 0:3 sei das Spiel natürlich gelaufen, da hoffe man dann, dass es nicht in diesem Takt weiter gehe. In der Pause hätten sie sich vorgenommen, weiter mutig zu spielen und einfach weiter zu kämpfen: «Ich habe gewusst, dass es brutal schwierig wird. Aber wir wollten nicht nur die Bälle wegschlagen und das haben die Jungs gut umgesetzt und davor ziehe ich trotz der klaren Niederlage den Hut. Ich habe auch positive Sache gesehen.»

Hier sehen Sie die Highlights der Partie:


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