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Jetzt meldenArgentinien schlägt England dank zweier später Tore 2:1 und einmal mehr heisst es: It's not coming home! Direkt nach der Partie hagelt es bei der BBC Kritik für Trainer Thomas Tuchel.
It's not coming home! Dabei sah es in Atlanta für die Engländer so lange so gut aus mit dem ersten Finaleinzug seit 1966. Doch am Schluss reicht es nicht. Auch weil Tuchel die falschen Wechsel tätigt – findet allen voran England-Legende Wayne Rooney.
«Das ist Panik, richtige Panik! Du kannst nicht mit einem Tor in Führung gehen und dann einfach aufgeben», wettert der 120-fache englische Nationalspieler kurz nach dem Schlusspfiff bei der BBC. «Sie haben den Ball aufgegeben und damit jegliche Möglichkeit auf das zweite Tor. Dabei liegt der Druck bei Argentinien. Aber wenn du sie einfach spielen lässt mit ihrer Qualität, dann werden sie früher oder später treffen.»
Die Runde der England-Legenden um Rooney, Shearer, Richards und Hart ist sich einig. Die Tuchel-Wechsel sind Fehler. Der deutsche Trainer der Three Lions nimmt Torschütze Gordon bereits in der 72. Minute runter, zehn Zeigerumdrehungen später muss auch Teamleader Declan Rice den Platz verlassen. Daraufhin kollabiert das englische Spiel.

Wayne Rooney (Mitte) und Joe Hart (links) kritisieren die Wechsel-Taktik von Thomas Tuchel.
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Der Ballbesitz geht fast vollständig an die Argentinier über, die in der Schlussphase zu zahlreichen Chancen kommen. Mac Allister trifft zweimal den Pfosten, England-Goalie Pickford muss mehrfach eingreifen. In der 85. und 92. Minute dreht die Albiceleste die Partie schliesslich durch die Treffer von Enzo Fernandes und Lautaro Martinez.
«Wenn du auf dem Platz stehst, 1:0 führst und dann siehst, was der Trainer für Wechsel macht, dann verlierst du den Glauben», versetzt sich Rooney in die Köpfe der Spieler. «Dann fragst du dich: Oh nein, wie sollen wir das jetzt schaffen?»
Auch Ex-Nationalgoalie Joe Hart hält sich nicht zurück. «Southgate (Tuchels Vorgänger, Anm.d.Red.) hat immer Kritik einstecken müssen, wenn England in den grossen Spielen, in den grossen Momenten nicht am Resultat festhalten konnte. Es hat sich nichts verändert in diesen Momenten. Thomas Tuchel hat viel Lob erhalten. Aber mit seinen Auswechslungen hat er heute gezeigt, dass er nicht an dieses Team geglaubt hat. Dass er nicht geglaubt hat, dass sie noch weitere Schläge gegen Argentinien landen können.»
Co-Kommentator Shearer fügt an: «Er wollte am Resultat festhalten mit sechs Verteidigern auf dem Feld. Aber es gibt einen Unterschied, gegen Norwegen und Mexiko am Resultat festzuhalten oder das gegen Argentinien zu tun. Tuchel hat seine Hand früh gespielt. Und das ist nach hinten losgegangen.»