Englischer Schiri wird wegen Schere-Stein-Papier gesperrt

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14.11.2018

Schiedsrichter David McNamara wird für drei Wochen gesperrt.
Bild: Twitter

Der englische Unparteiische David McNamara darf wegen seiner Kreativität bei der Platzwahl drei Wochen lang keine Partien mehr leiten. 

Als Schiedsrichter hat man es wahrlich nicht leicht. Oft steht man im Mittelpunkt und wird nicht selten von der Verlierermannschaft zum Sündenbock gemacht, weil man einen Penalty nicht gepfiffen hat oder der Assistent zu Unrecht auf Abseits entschied. Mehr als Beschimpfungen von den Fans und Kritik von Spielern und Sportdirektoren muss der Schiri bei schlechten Leistungen aber oft nicht fürchten.

Doch was, wenn er einen einfachen Formfehler begeht? Dann kann er durchaus auch mal für ein paar Wochen aus dem Verkehr gezogen werden. Diese Erfahrung musste der englische Schiedsrichter David McNamara machen. 

Was war passiert? Vor dem Super-League-Spiel der Frauen von Manchester City gegen Reading bemerkte McNamara bei der Platzwahl, dass er seine Münze in der Kabine vergessen hatte. Statt unnötig Zeit zu verlieren und weil ihm die Sache womöglich auch etwas peinlich war, entschied sich der Unparteiische dazu, die beiden Captains durch Schere-Stein-Papier ermitteln zu lassen, wer die Platzwahl gewinnt.

So weit, so unspektakulär. Doch der englische Fussballverband FA will dies nicht gutheissen und sperrt McNamara für 21 Tage. Joanna Stimpson, die Chefin der Schiedsrichter bei den Frauen, spricht von einem «Moment des Wahnsinns» und führt aus: «Sowas ist nicht zu entschuldigen, er hätte sich besser vorbereiten müssen. Das war sehr unprofessionell. Die Regel besagt, dass die Platzwahl durch eine Münze entschieden wird. Ich kann nicht glauben, dass das nicht respektiert wird.» McNamara hat seine Strafe akzeptiert.

Das Frauen-Spiel zwischen ManCity und Reading wurde für David McNamara (im Hintergrund) zum Verhängnis.
Bild: Getty

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass ein Schiedsrichter in England wegen seiner Vergesslichkeit zu ungewöhnlichen Mitteln greift. 2011 sorgte Peter Walton beim Premier-League-Spiel zwischen Everton und Birmingham für Lacher, als er einem Spieler eine imaginäre Karte zeigte, weil er die Gelbe und Rote offensichtlich nicht in seiner Hosentasche hatte.

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