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Jetzt meldenErstmals seit 1969 ist der FC St.Gallen wieder Cupsieger. Die Freude im ganzen Verein könnte kaum grösser sein, auch bei Klubpräsident Matthias Hüppi. Allerdings macht er sich Sorgen, was die Zukunft betrifft.
Die Freude beim FC St.Gallen ist gigantisch. Die Bilder aus Bern und später auch aus St.Gallen – sie sagen alles darüber aus, was dem Verein der Triumph im Cup bedeutet. Alles! Auch die Interviews der Spieler zeugen von purer Freude.
Präsident Matthias Hüppi ist ebenfalls sichtlich bewegt, als er während der Feierlichkeiten mit blue Sport spricht (siehe Video oben). «Teamwork par excellence», sei das, meint er unter anderem. Ähnlich tönt es bei FCSG-Sportchef Roger Stilz, der sich riesig über den Triumph freut.
Ende der Geschichte? Mitnichten. Denn bei den Espen herrscht nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Das wird bei Hüppis Interview beim SRF nach Spielschluss deutlich. Der Klubpräsident spricht von «ultraharten Wochen und Monaten» und erklärt: «Beim FC St. Gallen ist nicht alles Planet der Seligen. Bei uns wirken verschiedene Kräfte. Es ist eine meiner Aufgaben als Präsident, mit allem, was ich habe, hinzustehen, Kraft zu entwickeln und Schaden von unserem Club fernzuhalten. Es gibt aktuell Tendenzen, die wir in dieser Form nicht akzeptieren werden. Es ist unvorstellbar, dass in der besten Phase dieses Clubs nicht alle hinter uns stehen.»
Er sei «so stolz auf den FC St. Gallen», dass man gemeinsam auch «schwierige Situationen überstehen» könne. Ins Detail geht Hüppi dann aber nicht. Er sagt: «Ärger in der Öffentlichkeit hinterlässt nur Verlierer.» Und am Ende ist es ja dann doch ein Tag, an dem die Freude über den langersehnten Titelgewinn überwiegen sollte – und es auch tut.
Aber was hat der ehemalige SRF-Moderator genau angedeutet? Und warum hatten die Fans in der Kurve ein Plakat gezeigt, auf dem stand: «Wer die Entwicklig mit Füess tretet und üsem Club kei Sorg treit, wird von uns bekämpft.» Die Fans, die auf einem anderen Plakat Hüppi und dem VR ihren Dank aussprechen und geschlossen hinter ihnen stehen.
Der Grund dafür dürfte sein, dass seit November 2025 mit Patrick Thoma zum ersten Mal in der Ära Hüppi einer der Grossaktionäre im Verwaltungsrat sitzt. Man darf dies durchaus als Misstrauensvotum gegenüber dem aktuellen VR deuten. Denn diese Konstellation ist gar nicht im Sinne Hüppis. Der «Blick» erinnert daran, was Hüppi bei seiner Amtsübernahme zu eben solchen Konstellationen sagte. «Eine Vermischung dieser beiden Gremien ist Gift für einen Verein.»
Der Blick nach St.Gallen bleibt also spannend. Denn wie es scheint, brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Ob der Titel zur allgemeinen Beruhigung beiträgt, wird sich wohl in den folgenden Wochen und Monaten zeigen.