FCZ erreicht trotz Pleite in Leverkusen die K.o.-Phase der Europa League

8.11.2018 - 23:04, SDA

FCZ verliert in Leverkusen und kann dennoch jubeln
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FCZ verliert in Leverkusen und kann dennoch jubeln

Der FC Zürich lässt erstmals in dieser Europa-League-Saison Punkte liegen. Die Zürcher verlieren in Leverkusen mit 0:1, erreichen aber dennoch die Sechzehntelfinals, weil Ludogorets und Larnaca 0:0 spielen.

08.11.2018

In der 4. Runde der Europa League verliert der FC Zürich nach drei Siegen erstmals. Das 0:1 in Leverkusen reicht aber trotzdem, um europäisch zu überwintern.

Das Tor des Abends in der nur zur Hälfte gefüllten BayArena erzielte Tin Jedvaj nach einer Stunde. Nach einem Corner von Julian Brandt stieg der Kroate am Fünfmeterraum hoch und brachte den Favoriten in einer zuvor ereignisarmen Partie in Führung. FCZ-Verteidiger Umaru Bangura hatte Jedvaj nicht eng genug bewacht.

Es war einer der wenigen Höhepunkte in einem Duell zweier Teams, die für einmal wenig Risiko eingingen und als Folge dessen ungewohnt wenige offensive Szenen kreierten. Da im Parallelspiel Ludogorez Rasgrad und Larnaca sich torlos trennten, durften sich am Ende aber beide über den vorzeitigen Einzug in die Sechzehntelfinals freuen.

Trotz dem Weiterkommen dürfte sich der FCZ aber über eine verpasste Chance ärgern. Zwei Wochen nach dem verdienten 3:2 zuhause gegen denselben Gegner wäre ein neuerlicher Coup gegen den kriselnden Bundesligisten möglich gewesen. Der Gegentreffer war keinesfalls zwingend, und unmittelbar nach dem 0:1 bot sich Kevin Rüegg die goldene Chance zum Ausgleich.

Es war einzige grosse Möglichkeit des FCZ, dessen stark verbesserte Offensive nach zuletzt 18 Toren in sechs Pflichtspielen erstmals seit Ende September ohne Torerfolg blieb. Leverkusen und sein Trainer Heiko Herrlich verhinderten mit dem Pflichtsieg, dass nach den turbulenten letzten Wochen mit dem schwachen Saisonstart zumindest bis am Wochenende und dem Gastspiel in Leipzig nicht noch mehr Unruhe aufkommt.



Ludovic Magnin hatte im Vorfeld der Partie von der taktischen Flexibilität seiner Mannschaft geschwärmt und ihrer Fähigkeit, sich den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Als wollte der Trainer seine Aussage unterstreichen, stellte er sein System wieder einmal um und agierte in der Defensive mit einer Dreier- bzw. einer Fünferkette. Bereits beim 1:0 zuhause gegen Ludogorez Rasgrad hatte diese Taktik funktioniert.

Der Plan Magnins ging auch in der BayArena über weite Strecken auf. Eine knapp halbe Stunde brauchte der Gastgeber, bis er zu seiner ersten gefährlichen Aktion kam – und dies ausgerechnet, als der FCZ für einmal versuchte, ein hohes Pressing zu spielen. Nach einem Querpass von Brandt klärte Rüegg vor Leon Bailey, eine Minute später setzte Dominik Kohr einen Schuss wenige Zentimeter neben das Tor.

Die beste Chance aus dem Spiel heraus bot sich dem Gastgeber kurz vor der Pause, als die Offsidefalle der Gäste nicht funktionierte, und Lucas Alario alleine vor Yanick Brecher am stark reagierenden Keeper scheiterte. Der Gegentreffer nach einer Stunde fiel dann just in dem Moment, als Magnin seine Taktik leicht adaptiert hatte. Captain Victor Palsson stand bei seinem Comeback keine fünf Minuten auf dem Platz, als das 0:1 fiel.

Mit neun Punkten aus vier Spielen qualifizierte sich der FC Zürich dennoch zum ersten Mal seit der Saison 2007/08 wieder für eine K.o.-Phase in einem europäischen Wettbewerb. In den drei bisherigen Versuchen im Rahmen der Europa League waren die Zürcher jeweils in der Gruppenhase auf der Strecke geblieben. Noch offen ist der Kampf um den Gruppensieg, Zürich und Leverkusen sind punktgleich, Bayer im Direktduell aber besser. Im nächsten Spiel trifft der FCZ zuhause auf Larnaca, ehe zum Abschluss die Partie in Rasgrad folgt.

Telegramm

16'197 Zuschauer. - SR Gil (POL). - Tor: 60. Jedvaj 1:0.

Leverkusen: Hradecky; Weiser, Jedvaj, Dragovic, Wendell (74. Lars Bender); Baumgartlinger, Aranguiz (62. Paulinho); Brandt (62. Thelin), Kohr, Bailey; Alario.

Zürich: Brecher; Nef, Bangura, Maxsö; Rüegg, Domgjoni, Kryeziu, Kololli; Marchesano (69. Ceesay), Khelifi (55. Palsson); Odey.

Bemerkungen: Leverkusen ohne Bellarabi und Sven Bender (verletzt), Zürich ohne Aliu, Baumann, Kempter, Omeragic und Rohner (verletzt). Verwarnungen: 9. Marchesano (Foul). 18. Maxsö (Foul). 45. Kryeziu (Unsportlichkeit). 58. Kohr (Foul). 73. Baumgartlinger (Foul). 80. Dragovic (Unsportlichkeit).

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