Die Nati darf gegen den Kosovo mit fünf Toren Differenz verlieren und fährt auch dann zur WM 2026. Kosovo-Trainer Franco Foda glaubt nicht ans Wunder, will aber unbedingt einen Sieg einfahren.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Der Kosovo geht mit grosser Euphorie ins Spiel gegen die Schweiz, benötigt jedoch ein unrealistisches 6:0 für die direkte WM-Qualifikation.
- Trainer Franco Foda zeigt sich realistisch, betont aber den Wunsch, ein besseres Gesicht als im ersten Duell zu zeigen, das in Basel 0:4 verloren ging.
- Mit Amir Saipi, Albian Hajdari und Leon Avdullahu spielen im Foda-Team auch drei Schweiz-Kosovaren, die in der Jugend für die Nati aufliefen.
Fadil-Vokrri-Stadion in Prishtina. Knapp 14'000 kosovarische Fans werden ihre Mannschaft am Dienstagabend um 20.45 Uhr nach vorne peitschen. Die Euphorie ist nach den Siegen gegen Schweden und Slowenien riesig, für die WM-Playoffs hat man sich bereits qualifiziert. Für einen direkten Platz am Turnier müsste man nun gegen die Nati mit sechs Toren Differenz gewinnen.
Am Tag vorher stellt sich Kosovo-Trainer Franco Foda im Stadion den Medien. Er sagt: «Für uns ist das Wichtigste, dass wir gut spielen und versuchen zu gewinnen, denn wir haben unser wahres Gesicht in der Schweiz nicht gezeigt. In der Theorie ist vieles möglich und es gibt Wunder im Fussball. Aber realistisch eingeschätzt ist es unmöglich, ein 6:0 aufzuholen.»
Statistik spricht klar für die Schweiz
4:0 hatte die Schweiz im St. Jakob-Park gewonnen, dort wo Foda 1996-97 bei Basel spielte. Foda war zudem kurzzeitig Trainer beim FC Zürich (2022), wo er nach dem achten Spieltag entlassen worden war. In seinem Kader stehen zudem mit Amir Saipi, Albian Hajdari und Leon Avdullahu zudem drei Schweiz-Kosovaren, die in der Jugend für die Schweizer Nati aufliefen.
Hajdari sitzt auch an der Pressekonferenz vor dem Spiel, sagt: «Es ist ein sehr spezielles Gefühl, da auch meine Familie da sein wird.» Wo man denn in Prishtina gut feiern könne, wird Hajdari gefragt – schliesslich hätten die Schweiz mit dem WM-Ticket und der Kosovo mit dem Erreichen der Playoffs ja wohl beide was zu feiern: «Ich bin in Prishtina leider nicht oft ausgegangen und kenne das Nachtleben daher nicht so gut», so Hajdari. «Aber wo es gute Musik gibt, gibt es gute Stimmung – da sollte man hingehen.»
Klar ist vor dem Spiel: Noch nie in ihrer Geschichte hat die Nati ein Pflichtspiel mit sechs Toren Differenz verloren. Der Kosovo hat noch nie eine Partie mit sechs Toren Unterschied gewonnen. Es spricht also alles dafür, dass die Schweiz Dienstagnacht das WM-Ticket bejubeln darf.