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Jetzt meldenDie Schweizer Nati hat mit ihren Auftritten an der Heim-EM viele Herzen erobert. Mit dem 0:2 gegen Spanien endet das Abenteuer am Freitagabend. Das sind die Turnier-Zeugnisse der Nati-Stars.

Tor
Livia Peng
Note der Redaktion
5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 360 / Gegentore: 5
Peng erobert kurz vor der EM den Stammplatz zwischen den Pfosten. Der Druck, der auf ihren Schultern lastet, ist umso grösser. Doch sie hält dem Druck stand und lässt keine Goalie-Debatte aufflammen. Einzig gegen Norwegen verschätzt sie sich vor dem Ausgleich folgenschwer, wobei das Team bei diesem Eckball im Kollektiv versagt. Von vier Elfmetern geht nur jener der Finninnen rein, zwei verfehlen das Ziel, jenen von Putellas pariert sie stark. Die Torumrandung meint es auch gut mit ihr, Island beklagt zwei Alu-Treffer, Spanien gar drei.

Verteidigung
Iman Beney
Note der Redaktion
4.5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 350
Beney ist eine von Sundhages Lieblingsspielerinnen, sie sagt ihr eine grosse Zukunft voraus. In den ersten Spielen läuft die künftige ManCity-Spielerin als Linksverteidigerin auf, beginnt aber erst zu glänzen, wenn sie ihre Rolle nach taktischen Umstellungen offensiver interpretieren kann. Gegen Spanien startet sie dann überraschend als alleinige Sturmspitze. Allerdings muss sie auch in diesem Spiel hauptsächlich Defensivarbeit verrichten.

Verteidigung
Viola Calligaris
Note der Redaktion
4.5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 360
Gegen Island ragt Calligaris heraus. Mit dem Messer zwischen den Zähnen räumt sie hinten auf, grätscht weg, steckt ein und teilt aus. Wirklich schlecht sieht sie an dieser EM nur einmal aus: Gegen Finnland verursacht sie stümperhaft einen Elfmeter, der die Schweiz an den Rand des EM-Aus stösst. Der Gesamteindruck bleibt positiv.

Verteidigung
Noelle Maritz
Note der Redaktion
5.5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 360
Maritz ist die Konstanz in Person, liefert in allen Spielen ab – und sie macht auch ihre Mitspielerinnen besser. Insbesondere gegen Spanien legt die 29-Jährige einen Top-Auftritt hin, verteidigt alles weg, setzt ihren Körper ein und spielt gut hinten raus. Spätestens da wissen alle, warum Johan Djourou an einem Medientermin sagte: «Noelle ist ein Biest.» Dass Maritz in der Nachspielzeit für ein Notbremse-Foul noch Rot sieht, spielt keine Rolle mehr.

Verteidigung
Julia Stierli
Note der Redaktion
3.5Startelf: 3 / Einsatzminuten: 222
Gegen Norwegen trifft Stierli unglücklich ins eigene Tor und auch gegen Island hat sie zu viele Wackler drin und wird bereits in der 56. Minute ausgewechselt. Gegen Finnland mit einem guten Auftritt. Um mit den Besten mitzuhalten, ist sie nicht agil und schnell genug. Hat sich wohl auch Sundhage gedacht und sie im Viertelfinal aus der Startelf rotiert.

Verteidigung
Nadine Riesen
Note der Redaktion
4.5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 285 / 1 Tor
Die 25-Jährige sorgt für den ersten grossen EM-Moment als sie gegen Norwegen das 1:0 markiert. Riesen sprintet die Linie hoch und runter, fightet, gibt keinen Ball verloren. Gegen Finnland geht sie angeschlagen ins Spiel, beisst bis zur Pause durch und macht ihre Sache gut. Gegen Spanien kann sie ihre grösste Stärke nicht ausspielen, muss sich fast ausschliesslich nach hinten orientieren und verursacht bereits in der 7. Minute einen Penalty. Der fliegt am Kasten vorbei, der frühe Genickbruch bleibt aus.

Verteidigung
Ana-Maria Crnogorcevic
Note der Redaktion
4Startelf: 1 / Einsatzminuten: 174
Von Spiel zu Spiel erhält sie mehr Einsatzminuten, gegen Spanien darf sie von Beginn an ran und spielt durch. Es sind keine Glanzauftritte und doch bringt sie mit ihrer Erfahrung eine gewisse Ruhe rein.

Mittelfeld
Noemi Ivelj
Note der Redaktion
3.5Startelf: 2 / Einsatzminuten: 123
Im Startspiel gegen Norwegen und im Viertelfinal gegen Spanien steht Ivelj in der Startelf. Die 18-Jährige kommt dabei an ihre Grenzen. Sie ist unbestritten ein grosses Talent – die EM kam aber zu früh, um zu glänzen.

Mittelfeld
Smilla Vallotto
Note der Redaktion
4.5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 359
Smilla Vallotto stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft und verrichtet viel Drecksarbeit. Offensiv setzt sie an diesem Turnier dagegen kaum Akzente. Doch ganz offensichtlich setzt sie die Vorgaben der Trainerin um, denn bis zu ihrer Auswechslung in der 90. Minute gegen Spanien steht sie immer auf dem Platz.

Mittelfeld
Lia Wälti
Note der Redaktion
5Startelf: 4 / Einsatzminuten: 360
Was sie an dieser EM leistet verdient allergrössten Respekt. Von Schmerzen geplagt, kämpft sie sich durch alle Spiele. Sie dirigiert, bringt Ruhe ins Spiel und gibt ihren Mitspielerinnen Sicherheit. Ihr Ballverlust vor dem 0:2 gegen Spanien ist allerdings ärgerlich.

Mittelfeld
Géraldine Reuteler
Note der Redaktion
6Startelf: 4 / Einsatzminuten: 360 / 1 Tor und 1 Assist
Reuteler spielt ein fantastisches Turnier und wird in allen Gruppenspielen als «Player of the Match» ausgezeichnet. Sie ist wendig, läuft sich die Füsse wund, kämpft um jeden Ball und setzt offensive Akzente. Gegen Norwegen lässt sie zwar die Top-Chance zum 2:2 liegen, gegen Island schiesst sie das wichtige 1:0 und gegen Finnland liefert sie den Assist zum erlösenden 1:1.

Angriff
Sydney Schertenleib
Note der Redaktion
4Startelf: 3 / Einsatzminuten: 276 / 1 Assist
Schertenleib bringt herausragende Qualitäten am Ball mit, doch dafür schaut zu wenig heraus. Es ist aber nicht so, dass ihr gar nichts gelingt: Den Treffer von Reuteler gegen Island bereitet sie mit einem perfekt getimten Pass vor. Kämpferisch kann sie noch einen Zacken zulegen, das zeigte sich insbesondere im Spiel gegen Spanien. Aber vergessen wir nicht: Auch Schertenleib ist erst 18 Jahre alt.

Angriff
Riola Xhemaili
Note der Redaktion
5Startelf: 1 / Einsatzminuten: 72 / 1 Tor
Xhemaili hat ihren ganz grossen Moment, den sie nie vergessen wird: Gegen Finnland kommt die 22-Jährige in der 82. Minute von der Bank und schiesst zehn Minuten später das 1:1 – und die Schweiz in den EM-Viertelfinal. Euphorie pur im ganzen Land. Im Startspiel gegen Norwegen kann sie sich nicht gross in Szene setzen, gegen Island ist Xhemaili nur Zuschauerin und gegen Spanien kommt sie erst in der 90. Minute rein.

Angriff
Svenja Fölmli
Note der Redaktion
3.5Startelf: 2 / Einsatzminuten: 100
Im Startspiel und im Viertelfinal kommt sie nicht zum Zug, gegen Island und Finnland darf sie von Beginn an ran. Gegen Island markiert sie die vermeintliche Führung, der Treffer wird wegen eines Foulspiels von Fölmli aber aberkannt. Eine Aktion, die in Erinnerung bleibt: Ein Abschluss mit der Hacke gegen Finnland, der knapp am Tor vorbeirollt.

Angriff
Alayah Pilgrim
Note der Redaktion
4.5Startelf: 0 / Einsatzminuten: 90 / 1 Tor
Pilgrim kommt in allen Spielen von der Bank. Gegen Island reicht das, um dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Dank ihrem Treffer zum 2:0, reicht der Schweiz gegen Finnland ein Remis zum Einzug in den Viertelfinal.

Angriff
Leila Wandeler
Note der Redaktion
5Startelf: 0 / Einsatzminuten: 97 / 1 Assist
Wandeler war die grosse Überraschung im Aufgebot von Pia Sundhage. Gegen Island kommt sie von der Bank und scheitert mit ihrem Heber an der Latte, liefert dann aber den Assist zum 2:0 von Pilgrim. Auch gegen Finnland und Spanien wird sie eingewechselt. Die 19-Jährige spielt unbeschwert, frech und mutig auf und punktet auch als Tänzerin.

Angriff
Alisha Lehmann
Note der Redaktion
4.5Startelf: 0 / Einsatzminuten: 10
Sie galt im Vorfeld des Turniers als Wackelkandidatin, hat es dann aber auf den EM-Zug geschafft. Dort sorgt sie teamintern für gute Stimmung und hält auch Motivationsreden vor den Spielen. Gegen Finnland wird sie kurz vor Schluss eingwechselt und hat in der Entstehung des goldenen Ausgleichstreffers die Füsse im Spiel. Gegen Spanien dann nur mit einem Mini-Einsatz.

Mittelfeld
Meriame Terchoun
Startelf: 0 / Einsatzminuten: 1
Terchoun spielt an dieser EM nur eine Nebenrolle. Gegen Norwegen und Island sitzt sie auf der Bank, die Partie gegen Finnland verpasst sie aufgrund muskulärer Probleme und gegen Spanien wird sie in der 90. Minute eingewechselt.

Tor
Elvira Herzog
Kein Einsatz / Vor der EM verliert Herzog ihren Status als Nummer 1. Wie sie mit diesem Nackenschlag umgeht, verdient grössten Respekt. Herzog macht nicht auf Stinkstiefel und fiebert von der Bank aus mit. Torhüter-Trainerin Nadine Angerer spricht ihr im Fussball-Talk Heimspiel bei der Nati ein Lob aus.

Tor
Nadine Böhi
Kein Einsatz / Die Nummer 3 kommt erwartungsgemäss nicht zum Zug.

Verteidigung
Laia Ballesté
Kein Einsatz / Laia Ballesté liegt bereits am Pool, da erhält sie den Anruf von Pia Sundhage. Die 26-Jährige wird für Luana Bühler nachnominiert. Zum Einsatz kommt sie an der EM trotzdem nicht.

Mittelfeld
Sandrine Mauron
Kein Einsatz / Im letzten Testspiel vor der EM steht Mauron gegen Tschechien in der Startelf. An der EM selbst kommt sie nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

Mittelfeld
Coumba Sow
Kein Einsatz / Die 30-Jährige kämpft sich in den EM-Kader, kommt allerdings in keinem Spiel zum Einsatz. Das hat sie sich bestimmt etwas anders vorgestellt.