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Die Schweizer Frauen-Nati hat Grund zum Jubeln.
Imago
Die Schweizer Frauen-Nati schlägt Malta beim Eröffnungsspiel in der AIL Arena in Lugano mit 6:1 und sichert sich in der WM-Quali den Gruppensieg. Die Spielerinnen in der Einzelkritik.
Position

Livia Peng
Note der Redaktion
4Peng bekommt keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Beim Gegentor aus grosser Distanz sieht sie auf den ersten Blick unglücklich aus, aber von einem Goaliefehler kann nicht die Rede sein. Da stimmt nach dem Spiel auch Nati-Coach Rafel Navarro zu.
Position

Nadine Riesen
Note der Redaktion
4Abgesehen von einem Querschläger (21.) grundsolide. Rennt die Linie hoch und runter. Stark, wie sie in der 63. Minute der Gegnerin den Ball abluchst und so eine Top-Chance verhindert.
Position

Viola Calligaris
Note der Redaktion
4In der 16. Minute steht Calligaris nach einer Standardsituation am zweiten Pfosten und es sieht aus, als würde sie gleich eine Bicicletta machen. Leider tut sie es nicht, es hätte ein weiteres Traumtor werden können. Immerhin holt sie eine Ecke heraus. Defensiv wird sie selten gefordert. Solider Auftritt, viel mehr aber nicht.
Position

Noelle Maritz
Note der Redaktion
4.5Maritz ist die Ruhe in Person, das zeigt sich auch am Freitagabend. Einmal wird sie von Peng angespielt, obwohl sie eine Gegenspielerin im Nacken hat. Kein Problem, Maritz macht einfach eine Pirouette und das Problem ist gelöst. In der 55. Minute auch mit einer ganz starken Defensivaktion, an einem sonst ziemlich ruhigen Abend.
Position

Ana-Maria Crnogorcevic
Note der Redaktion
4Die Rekordnationalspielerin macht als Aussenverteidigerin einen ordentlichen Job, bleibt aber alles in allem ziemlich unauffällig. In der 83. Minute macht sie Platz für Ella Touon.
Position

Géraldine Reuteler
Note der Redaktion
5In der 70. Minute setzt sie zur Grätsche an, nicht um eine Gegenspielerin umzusäbeln, sondern um den Ball an der Torhüterin vorbei in die Maschen zu spedieren. Sackstark. Schön auch ihre Freistoss-Flanke, die Xhemaili direkt abnimmt und zum 3:1 verwandelt.
Position

Lia Wälti
Note der Redaktion
4.5Dass die Kapitänin in der 67. Minute ausgewechselt wird, hat nichts mit ihrer Leistung zu tun. Navarro meint sogar, es sei vielleicht ihr bestes Länderspiel unter ihm gewesen. Wälti spielt zwar souverän, fällt aber nicht gross auf. Nach ihrer Ecke, die sie mit dem schwächeren linken Fuss tritt, gelangt der Ball, abgelenkt von einer Malteserin, zu Csillag, die zum 4:1 einnickt.
Position

Sydney Schertenleib
Note der Redaktion
6Mit Barça hat Schertenleib das Quadruple gewonnen, sprich jeden Titel, den es zu gewinnen gibt, zuletzt die Champions League. Im wohl besten Team der Welt muss sie zwar öfter als ihr lieb ist hinten anstehen, in der Nati ist sie aber DIE Attraktion. Mit ihrem Traumtor zum 1:0 (8.) sichert sie sich als erste Torschützin im neuen Stadion einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Das 2:1 bereitet sie stark vor. Nach der Pause kehrt Schertenleib aber nicht mehr auf den Platz zurück. Ihre Auswechslung sei eher eine Vorsichtsmassnahme gewesen, meint Navarro. In der ersten Halbzeit musste sie nach einem schmerzahften Rencontre gepflegt werden.
Position

Seraina Piubel
Note der Redaktion
5Am 2. Juni feierte Pubel ihren 26. Geburtstag, drei Tage später steht sie erstmals seit über einem Jahr in der Nati-Startelf und zahlt das Vertrauen mit dem Tor zum 2:1 zurück. In der 30. Minute fehlt nur wenig, und sie hätte das Skore auf 3:1 gestellt, doch ihr Dropkick aus sechzehn Metern segelt knapp über den Querbalken. In der 67. Minute wird sie ausgewechselt.
Position

Aurélie Csillag
Note der Redaktion
5Csillag hat unglaublich viel Power und ist für die Gegenspielerinnen kaum zu stoppen. In der 40. Minute steigt sie am höchsten und nickt den Ball wuchtig zum 4:1 in die Maschen. In der 53. Minute trifft sie dann ein zweites Mal, doch die Schiedsrichterin pfeift zu früh ab und gibt aufgrund eines Handspiels Elfmeter für die Schweiz. Die Schiedsrichterin habe sich danach auch bei ihr entschuldigt, sagt Csillag in der Mixed Zone. Die Liverpool-Stürmerin ist zwar bis zu ihrer Auswechslung eine Viertelstunde vor Schluss die auffälligste Akteurin auf dem Platz, schlägt aber daraus zu wenig Kapital. Wenn sie noch einen grösseren Killerinstinkt entwickelt, dann wird sie der Nati in Zukunft aber mit Sicherheit noch viele schöne Momente bescheren.
Position

Riola Xhemaili
Note der Redaktion
5Herrlich, wie sie die Flanke von Reuteler direkt abnimmt und zum 3:1 trifft und später auch noch das 6:1 nachlegt. Das zwischenzeitliche 1:1 fällt aber nach einem Fehlpass von Xhemaili und sie verschiesst auch einen Elfmeter. Ein guter Auftritt mit Schönheitsflecken. Wobei sie nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht erklärt, dass ihr Valon Behrami – der Ex-Nati-Crack war zusammen mit seiner Ehefrau Lara Gut-Behrami im Stadion – gesagt habe, dass auch die besten mal einen Elfmeter verschiessen würden. Sie persönlich habe sich darüber schon etwas aufgeregt. «Aber gut, wenn das selbst Behrami sagt, dann stimmt das schon.»
Position

Ab 46. Minute für Schertenleib
Lia Kamber
Note der Redaktion
5Kamber ersetzt nach der Pause die stark aufspielende Sydney Schertenleib, die angeschlagen draussen bleibt. Die 20-Jährige, die bei Union Berlin eine starke Saison hinter sich hat, macht ihre Sache ebenfalls gut. Die Aktion, die letztlich zum Elfmeter führt, leitet sie sehenswert ein. Sie kommt auch einem Torerfolg ziemlich nah, doch die Torhüterin kann ihren Schuss gerade noch abwehren, allerdings direkt vor die Füsse von Xhemaili, die zum 6:1-Endstand trifft.
Position

Ab 67. Minute für Piubel
Smilla Vallotto
Das 6:1 leitet sie mit einem klasse Pass aus der eigenen Platzhälfte ein. Zuvor verfehlt sie das Ziel mit einem Kopfball knapp. Zu kurz für eine Benotung.
Position

Ab 67. Minute für Wälti
Coumba Sow
Kommt nach ihrer Einwechslung zu einer Torchance, die sie allerdings nicht nutzen kann. Zu kurz für eine Benotung.
Position

Ab 76. Minute für Csillag
Leila Wandeler
In der 79. Minute tanzt sie ihre Gegenspielerin herrlich aus und spielt eine gute Flanke zur Mitte. Leider kann Vallotto die sehenswerte Vorarbeit nicht in ein Tor ummünzen. Zu kurz für eine Benotung.
Position

Ab für 83. Minute Crrnogorcevic
Ella Touon
Zu kurz für eine Benotung.