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Jetzt meldenDie Nati empfängt am Freitag prominenten Besuch: Marco Odermatt nimmt mit Granit Xhaka und Co. am Training in St. Gallen teil und spricht an einer anschliessenden Pressekonferenz über die neue Erfahrung.
Am Freitag rückten zahlreiche Stars ins Trainingscamp der Schweizer Nati ein. Manuel Akanji, Yann Sommer, Granit Xhaka, Michel Aebischer, Remo Freuler, Dan Ndoye, Ricardo Rodriguez und Yvon Mvogo sind neu mit dabei. Zum Trainingsstart im Gründenmoos um 17.30 Uhr zieht aber ein anderes neues Gesicht im strömenden Regen die Aufmerksamkeit auf sich.
Ski-Überflieger Marco Odermatt ist bei der Fussball-Nati zu Besuch und schnürt sogar seine Fussball-Schuhe für eine Einheit. Rund 20 Minuten trainiert der Gesamtweltcupsieger mit Shaqiri und Co. und macht auch auf dem Rasen eine gute Figur. «Ich war nie in einem Fussball-Verein. Aber jeder Junge spielt gerne Fussball – sei das auf dem Pausenplatz oder im Nidwaldner Ski-Team», sagt Odermatt an der anschliessenden Pressekonferenz.
Xhaka überreicht dem Trainingsgast ein Nati-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 10. «Es hat Spass gemacht. Weil das Risiko zu gross ist, gehe ich sonst nicht mehr auf den Fussballplatz. Nur die Bälle waren härter, als ich es mir aus meiner Kindheit gewohnt bin», sagt Odermatt.
Doch wie kommt das Treffen mit den Fussball-Stars überhaupt zustande? «Es war der Wunsch der Schweizer Nationalmannschaft und von Murat Yakin, der auch angefragt hat», verrät Odermatt, der sofort zugesagt hat.
«Es war ein Erlebnis für mich. Ich kenne die Spieler aus dem Fernsehen, gewisse Athleten verfolge ich seit fast 15 Jahren. Deshalb war ich heute ein bisschen nervöser als sonst bei solchen Auftritten», gibt der 26-Jährige zu, der bis anhin nur Manuel Akanji persönlich kannte.

Marco Odermatt und Xherdan Shaqiri scheinen sich bestens zu verstehen.
Bild: Keystone
Eine klare Message für die EM gibt Odermatt der Mannschaft aber nicht mit. «Es sind alle genug alt und reif, alle haben schon mindestens gleich viel erreicht wie ich. Deshalb fühlte ich mich nicht in der Rolle, ihnen da etwas Spezielles auf den Weg mitzugeben.»
Vielmehr habe man sich ausgetauscht und von den eigenen Erfahrungen erzählt. «Vor 30 Fussball-Profis zu sprechen, war ein bisschen schwieriger. Ich wusste nicht so recht, wie sich mich anschauen. Es war schön zu sehen, dass das Interesse da war. Viele Spieler haben Fragen gestellt, das hat mich gefreut.»

Marco Odermatt zeigt im strömenden Regen sein Ballgefühl.
Bild: Keystone
Odermatt wird die Mannschaft am 23. Juni gegen Deutschland vor Ort unterstützen. «Ich habe die Mannschaft sehr freudig motiviert wahrgenommen. Ich weiss, dass es manchmal kritische Stimmen gegeben hat. Das hab ich nie so empfunden.» Der Ski-Star outet sich als grosser Fan der Mannschaft von Yakin. «Ich weiss genau, was es bedeutet, mit dem Nationaltrikot aufzulaufen. Da will man immer sein Bestes zeigen. Das habe ich auch bei ihnen allen so gespürt.»