Fussballprofis setzen starkes Zeichen gegen verstörende Hassbotschaften

pat

26.2.2021

Toni Kroos, Josip Drmic und Dayot Upamecano: Sie alle haben schon Hassbotschaften erhalten.
Bild: Getty/Keystone

Im Netz verbreitet sich ein Video, in dem Fussballstars abscheuliche Drohungen aus ihren Social-Media-Kanälen vorlesen. Damit wollen sie auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam machen: Cybermobbing.

Das Video der Berateragentur «Sports360» hat es in sich (siehe Instagram-Post weiter unten). Wie viele in der Öffentlichkeit stehende Personen sind auch Fussballer oftmals Empfänger von Beleidigungen der übelsten Sorte. Und damit sind nicht Nachrichten gemeint im Stile von: «Du kannst keinen geraden Pass spielen, bitte such dir einen neuen Verein.» So etwas will natürlich auch keiner lesen, doch mit dieser Art von Kritik wissen Fussballer umzugehen.

An Nachrichten, wie sie Real-Star Toni Kroos und Co. vorlesen, darf und soll man sich aber nicht gewöhnen. Mal wird einem Spieler mit Gewalt oder gar dem Tod gedroht, mal wird rassistisch beleidigt. Die Geschmacklosigkeit und Boshaftigkeit der Botschaften kennt keine Grenzen, die Aussagen sind schlichtweg verstörend.

«Wir schätzen deine Meinung. Aber Hass ist keine Option. Hinter jedem Bildschirm ist ein Mensch.»

Das Video wird unter dem Hashtag #unitedagainstracism in den sozialen Medien gestreut und soll sensibilisieren, wie Volker Struth, Leiter der Agentur erklärt. Denn Hass im Netz sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich durch alle Klassen ziehe: «Erst im Januar hat die Techniker Krankenkasse bekannt gegeben, dass bundesweit (Anm. d. Red.: in Deutschland) mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche Opfer davon sind. Das ist erschreckend und beängstigend.» Mithilfe der Prominenz und Reichweite der Spieler wolle man mit der Aktion auf das Ausmass des Problems aufmerksam machen.

Am Ende des Clips ist zu lesen: «Wir schätzen deine Meinung. Aber Hass ist keine Option. Hinter jedem Bildschirm ist ein Mensch.» Eine Tatsache, die vielen oft gar nicht bewusst zu sein scheint.

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