Gegenvorschlag: So soll die neue Super-Liga aussehen

19.6.2019 - 10:08, DPA

Aus der Bundesliga und der Serie A (hier Juve-Superstar Cristiano Ronaldo) gab es zuletzt Gegenwind für das aktuelle Modell einer Super Liga.
Bild: Keystone

Nach heftigem Gegenwind aus der Bundesliga und der Serie A für die Pläne von Juventus-Chef Andrea Agnelli zur Reform der Champions League ab 2024 soll ein neues Alternativ-Modell mit 36 Clubs diskutiert werden.

Nach einem Vorschlag aus der französischen Ligue 1 sollen die 36 Vereine in sechs Sechsergruppen spielen, berichtet «Sport-Bild». Die acht Viertelfinalisten der Vorsaison verbleiben im Wettbewerb, die vier Halbfinalisten der Europa League 1 steigen auf. Zudem qualifizieren sich 18 Clubs aus den ersten zehn nationalen Ligen des UEFA-Rankings, dazu kommen sechs Vereine aus kleineren Ligen. Jeweils die Gruppenersten und Gruppenzweiten sollen ins Achtelfinale einziehen, ergänzt durch die vier besten Gruppendritten.

Nur Vereine aus den Top-5-Ligen

Das «Frankreich-Modell» war schon unter Bundesligisten wie Borussia Dortmund und FC Schalke 04 diskutiert worden, die an der Generalversammlung der European Club Association (ECA) auf Malta teilgenommen hatten. Eine Simulation der abgelaufenen Europacup-Saison hatte allerdings erbracht, dass an der neuen Super League fast ausschliesslich Clubs aus den Top-5-Ligen (England, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich) teilnehmen würden.

In seiner Funktion als ECA-Vorsitzender hatte Agnelli darauf gedrängt, eine Reform einzuleiten, die die Zulassungskriterien zur Königsklasse drastisch verändern würden. Nach seinen Vorschlägen würden nur noch vier von 32 Startplätzen aufgrund des Abschneidens in nationalen Liga vergeben werden. Am 11. September findet nun ein Reform-Gipfel von UEFA, ECA und der Vereinigung der Europäischen Ligen statt, auf dem noch einmal über die vorliegenden Modelle diskutiert wird.

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