Griezmann wechselt zu Barça – folgt der grosse Dominoeffekt?

12.7.2019 - 15:28, dpa

Der Wechsel von Antoine Griezmann löst möglicherweise die grosse Transferlawine aus.
Bild: Keystone

Fussball-Weltmeister Antoine Griezmann wechselt zum FC Barcelona. Auf den Vollzug könnten weitere Mega-Transfers folgen, vor allem Stars wie Neymar und Dembélé könnten betroffen sein.

Das monatelange Transfer-Geschacher um Frankreichs Fussball-Weltmeister Antoine Griezmann ist Geschichte, der Wechsel des Stürmerstars von Atlético Madrid zum FC Barcelona ist Tatsache.

«Eine alte Sehnsucht der Azulgrana wird endlich Wirklichkeit», kommentierte das Sportblatt «Marca» schon am Tag vor dem Wechsel. Denn Griezmann hatte schon vor acht Wochen angekündigt, Atlético nach fünf Jahren trotz des laufenden Vertrags bis 2023 verlassen zu wollen. Der Transferstreit eskalierte, denn Madrid verweigerte die von Barça angestrebte Ratenzahlung. Daraufhin hiess es zunächst sogar, Griezmann wolle die 120 Millionen Euro selbst zahlen.

Doch der wurde lieber bockig: Am Sonntag erschien er nicht zum Training bei Atlético, er reiste auch nicht mit ins USA-Trainingslager. Die Madrilenen drohten daraufhin mit einer empfindlichen Vertragsstrafe.



Löst der Wechsel von Griezmann eine Lawine aus?

Nun haben die Klubs offenbar eine Lösung gefunden, die für alle Parteien stimmt. Atlético spült der Mega-Deal dringend benötigtes frisches Kapital in die Kassen. Die Transfereinnahmen steigen auf rund 310 Millionen Euro, allerdings hat der Club auch schon für 196 Millionen Euro eingekauft. Zuletzt wurde für 56 Millionen der erst nur ausgeliehene Spanier Alvaro Morata als potenzieller Griezmann-Nachfolger vom FC Chelsea fest verpflichtet.

Dem Durchbruch könnte die von Karl-Heinz Rummenigge angekündigte internationale Transferoffensive folgen. «Alles wartet auf diesen einen Dominostein und dann wird noch viel passieren», hatte der Vorstandschef des FC Bayern München gesagt. Als Barcelona-Abgänge gehandelt werden unter anderem die Hochkaräter Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho. Der Club benötigt Geld, vor allem dann, wenn Neymar noch kommen sollte. Für den Brasilianer zahlte Paris Saint-Germain 2017 den Rekordpreis von 222 Millionen Euro an Barça.

Neymar will zurück nach Barcelona und soll laut «El Pais» 150 Millionen plus einen Spieler obendrauf kosten. Der könnte Dembélé heissen, denn der Ex-Dortmunder hätte gegen Griezmann/Neymar und Co. einen schweren Stand und sei zudem Wunschspieler des früheren BVB- und aktuellen PSG-Coach Thomas Tuchel. Der brasilianische PSG-Sportdirektor Leonardo will laut «Le Parisien» aber lieber Landsmann Coutinho holen.

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