Wir sehen Philippe Senderos, den grossen Star von Arsenal, mit einem kleinen Jungen auf dem Arm. Heute ist der Knabe selbst ein Nati-Star. Senderos erzählt bei blue Sport, wie es dazu kam.
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- Ein altes Foto zeigt Nati-Legende Philippe Senderos mit dem damals kleinen Johan Manzambi – heute ein aufstrebender Star der Schweizer Nationalmannschaft.
- Senderos lobt Manzambis Charakter und Fähigkeiten und sieht in ihm das Potenzial für eine grosse internationale Karriere.
- Mit seinem Tor gegen Schweden und der bevorstehenden WM-Qualifikation in Pristina steht Manzambi symbolisch für die vielversprechende Zukunft des Schweizer Fussballs.
Ein Parkplatz in Genf. Philippe Senderos, damals «etwa 22 oder 23 Jahre alt», trägt einen Jungen auf dem Arm. «Zwei- bis dreijährig, schätzungsweise», sagt Senderos augenzwinkernd. Erst heute weiss er: Der Knabe auf seinem Arm hat eine grossartige Fussball-Karriere vor sich.
Der Junge auf Senderos' Arm ist Johan Manzambi (20). Der junge Mann, der gerade die Schweizer Nati-Fans verzückt und auch in der Bundesliga bei Freiburg zur Grösse gewachsen ist.
Senderos erzählt: «Dieses Bild entstand auf dem Parkplatz der Servette-Akademie, wo ich zu Besuch war. Ich denke, seine Mutter hat das Foto gemacht – und vor einigen Jahren hat er es mir dann zugeschickt.» Erinnerungen werden wach, als Lionel Messi den kleinen Lamine Yamal badete und die Fotos um die Welt gingen.
Senderos glaubt an eine grosse Manzambi-Karriere
«Johan ist ein super Junge, mit einem super Charakter», sagt Nati-Legende Senderos, der neben Arsenal auch für die AC Milan spielte und von Einsätzen an Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Champions-League-Spielen als Innenverteidiger eine Weltkarriere machte. «Wir sind immer in Kontakt und reden ab und zu. Als ich als Sportdirektor zu Servette gekommen bin, war er in der Akademie, ist dann aber zu Freiburg gegangen.»
Senderos, der im Moment für die FIFA arbeitet, sagt: «Man sah schon damals, dass er ein Top-Profi ist. Aber heute sieht man, dass er internationale Klasse hat. Er kann eine ganz grosse internationale Karriere machen. Er hat physisch und technisch unglaubliche Voraussetzungen, kann verschiedene Positionen spielen – ‹The sky is the limit› für ihn.»
Heute wird Manzambi erstmal in Pristina das WM-Ticket mit der Nati lösen, wenn man nicht sensationellerweise mit sechs Toren Unterschied verlieren würde. Senderos glaubt aber auch, dass Manzambi schon beim 4:1 gegen Schweden ein Stein vom Herzen gefallen sei: «Dieses Tor zum Schlussresultat in der eigenen Stadt zu schiessen – das war ein ganz spezieller Moment. Für ihn und für alle.»
Man darf zuversichtlich sein, dass die Fussball-Schweiz noch viele magische Manzambi-Momente erleben wird.