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Jetzt meldenAlle sprechen über ihn, blue Sport redet mit ihm. FIFA-Präsident Gianni Infantino ist exklusiv zu Gast im grossen Interview. Ob die WM von 48 auf 64 Mannschaften aufgestockt werden könnte und wie Donald Trump das Turnier gefällt.
Es ist ein Turnier der Superlative: Erstmals spielen an der WM 48 statt 32 Mannschaften. Die Folge: 16 K.O.-Spiele mehr, ein globalerer Event. Die Kapverden stehen in der K.O.-Phase und im Prinzip wurde keine Mannschaft abgehängt. Denkt man nun über 64 Mannschaften nach? Eine Erhöhung wäre im Prinzip mit dem jetzigen Modus machbar, wenn sich einfach die beiden Gruppenersten für die Sechzehntelfinals qualifizieren.
Herr Infantino, kann man schon sagen: Die Erhöhung auf 48 Teams war eine richtige Entscheidung?
Ja, 100 Prozent! Es ist ein Riesenerfolg mit 48 Mannschaften. Jedes Team hat top gespielt. Von jedem Kontinent haben Mannschaften Tore geschossen und mindestens einen Punkt geholt. Neun von zehn afrikanischen Teams haben die K.o.-Phase erreicht. An der letzten WM waren nur fünf Teams aus Afrika dabei. Das zeigt doch, dass es wichtig ist, alle Mannschaften einzubeziehen. Dass man ihnen diese Möglichkeit gibt, teilzunehmen.
Einige sagen bereits, man solle auf 64 Mannschaften erhöhen.
Das ist auf jeden Fall ein Thema, das man nach dieser WM anschauen und in den Gremien diskutieren wird. Es ist wichtig, wenn man eine Weltmeisterschaft organisiert, dass man sie für die Welt organisiert. Das sind nicht nur Europa und Südamerika, sondern effektiv die ganze Welt. Jede Nation soll davon träumen dürfen, an der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Man sieht, dass die Qualität der Teams extrem hoch ist – und sie wird immer höher, überall auf der Welt. Wenn man kleineren Ländern keine Chance gibt, an der WM teilzunehmen, fehlt ihnen auch der Ansporn, sich weiter zu verbessern.
Dürfen Sie als FIFA-Präsident auch mit der Schweiz mitfiebern?
Mit der Schweiz auf jeden Fall. Man muss einfach schauen, dass man sich korrekt verhält. Aber selbstverständlich passiert etwas in mir drinnen, wenn die Schweiz spielt.
Haben Sie eigentlich schon Feedback von Donald Trump erhalten?
Ja, wir sind regelmässig in Kontakt. Fast täglich, er freut sich und ihm gefällt das Turnier super. Er schaut sich alle Spiele im TV an.
Warum war er noch nicht im Stadion? Zu viele Sicherheitsbedenken?
Nein, nein, er hat noch ein paar andere Dinge zu tun, nehme ich an … Wenn er dann im Stadion ist, dann heisst es: ‹Was macht er im Stadion, wenn in der Welt so viele Sachen passieren?› Ich stehe mit ihm und seiner Regierung, die super an der WM arbeitet, immer in Kontakt.
Aber im Final ist geplant, dass Sie den Pokal gemeinsam mit Trump dem Sieger übergeben.
Ja, im Final übergeben wir hoffentlich zusammen den Pokal. Das war immer so geplant, das war immer so in der Vergangenheit, dass der Staatspräsident des Landes, in dem der Final stattfindet, den Pokal zusammen mit dem FIFA-Präsidenten übergeben kann.