Trump wird WM-Pokal überreichen Infantino in Davos: «Kein Brite wurde in Katar verhaftet – das ist besonders»

dpa

22.1.2026 - 19:12

Infantino am WEF: «Wir haben eine halbe Milliarde WM-Ticketanfragen»

Infantino am WEF: «Wir haben eine halbe Milliarde WM-Ticketanfragen»

FIFA-Chef Gianni Infantino brüstet sich mit hervorragend laufenden Ticketverkäufen für die kommende WM.

23.01.2026

Donald Trump wird 2026 den WM-Pokal überreichen. In Davos zeigt sich FIFA-Chef Infantino begeistert – speziell von der Kraft des Fussballs und den Ticketzahlen.

Syl Battistuzzi

Keine Zeit? blue Sport fasst für dich zusammen

  • FIFA-Präsident Infantino lobte die WM 2022 in Katar als friedlich und hob hervor, dass erstmals kein Brite verhaftet wurde.
  • Die kommende WM 2026 soll laut Infantino ein ebenso grosses Fest werden; Donald Trump wird den Siegerpokal überreichen.
  • Trotz Kritik an hohen Ticketpreisen betonte Infantino das enorme globale Interesse mit 500 Millionen Ticketanfragen und verteidigte die Einnahmen als essenziell für den Fussball.

Nicht nur US-Präsident Donald Trump, sondern auch Kumpel und FIFA-Chef Gianni Infantino nahm bei einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos teil. Dort darf der Schweizer über die Kraft des Fussballs reden. Zuerst gratuliert Infantino allen Teilnehmenden, dass sie beim «besten Meeting beim diesjährigen WEF» teilnehmen.

Mit dem Ball in der Hand meint Infantino: «Das ist kein Ball. Das ist ein magisches Instrument, das Menschen glücklich macht.» Die Gesichter der Kinder würden damit glücklich und die Erwachsenen zu Kindern werden, so Infantino und lässt den Ball im Saal herumreichen. «Seht euch das Lächeln im ganzen Raum an. Das ist fantastisch, das ist wunderschön.»

Danach blickt der Chef des Welt-Fussballverbands auf die letzte Weltmeisterschaft zurück.  «Katar 2022, da gab es natürlich viel Kritik», erinnert er. «Wir hatten praktisch keine Zwischenfälle. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde auch kein Brite während einer WM verhaftet. Stellen Sie sich das vor! Das ist etwas ganz Besonderes.»

«Es war ein Fest, es war eine Party. Und die nächste, in den USA, Kanada und Mexiko, wird genau so sein», hält Infantino fest. Man lebe in einer gespaltenen Welt und müsse natürlich den Frieden unterstützen. Zur Erinnerung: Bei der WM-Auslosung Anfang Dezember überreichte Infantino Trump den neugeschaffenen FIFA-Friedenspreis. «Dieser Preis wird jährlich vergeben, um einen Menschen auszuzeichnen, der ein klares Engagement für Frieden auf der Welt fördert.» Dies hatte international für deutliche Kritik gesorgt. Schliesslich liess der US-Präsident Venezuelas Staatspräsidenten verhaften und droht aktuell Grönland mit Okkupation. 

Donald Trump wird dem Fussball-Weltmeister den Siegerpokal überreichen
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sda

Infantino schiesst nach Ticket-Kritik zurück

Doch zurück zu Infantino. Der 55-Jährige erwähnt auch, wie der Fussball die Massen bewegt. Und liefert beeindruckende Zahlen. «Normalerweise bekommt man sieben, acht, neun Millionen Ticketanfragen. Dieses Mal haben wir 500 Millionen Ticketanfragen erhalten. Das ist schon etwas Besonderes ... Die Tickets sind nicht billig», gibt der Walliser zu. 

Aber: «Wir wurden kritisiert, ich wurde kritisiert, wegen der Ticketpreise, weil sie so teuer sind. Die Hauptkritik kam aus Deutschland und England», erläutert er. «Jetzt war die USA die Nummer eins bei den Ticketanfragen. Nummer zwei war Deutschland. Nummer drei war England. Weil jeder kommen und teilnehmen möchte.»

Kommen und teilnehmen wird auch US-Präsident Donald Trump beim Fussball-Turnier in seinem Land. Trump wird dem künftigen Weltmeister nach dem Finale den goldenen Siegerpokal überreichen. Eine Kostprobe, wie diese Zeremonie aussehen könnte, gab der 79-Jährige bei der Klub-WM im letzten Sommer. Entgegen der Tradition für das Siegerfoto blieb er mit den Fussballern auf dem Podium stehen, Infantino musste ihn freundlich auffordern, von der Bühne runterzukommen.