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Jetzt meldenZum WM-Auftakt gibt es für die Schweiz im wahrsten Sinne des Wortes ein heisses Duell. In Santa Clara muss die Nati bei über 30 Grad gegen Katar ran. Granit Xhaka behält vor dem Spiel aber einen kühlen Kopf.
Für Samstag sind im San Francisco Bay Area Stadium in Santa Clara Temperaturen von 35 Grad angekündigt. Die Mittagssonne dürfte die 90 Minuten im ersten WM-Spiel der Schweiz zu einer echten Herausforderung machen. Gegner Katar könnte daraus einen Vorteil ziehen. Im Wüstenstaat gehören solche Bedingungen zum Alltag.
Granit Xhaka behält aber einen kühlen Kopf. «Es wird ein bisschen wärmer sein als im Trainingscamp in San Diego, aber wir wollen keine Ausreden suchen», sagt der Nati-Captain knapp 17 Stunden vor dem Spiel an der Pressekonferenz. «Es wird Trinkpausen geben, wir haben auch Kühlwesten in der Kabine. Wir haben uns gut vorbereitet, die Temperaturen können wir nicht beeinflussen, sondern müssen einfach unsere Leistung bringen.»
Die Schweiz hat sich gezielt auf die heissen Temperaturen vorbereitet. Die Nati reiste bereits elf Tage vor dem ersten Spiel in die USA und sammelte schon im vergangenen Jahr Erfahrungen bei Testspielen unter ähnlichen Bedingungen.
Für die WM entwickelte Eduardo Parra Garcia, der Head of Performance bei der Nati, spezielle Hitzemassnahmen. Im Fokus stehen zusätzliche Trinkpausen, Wasser und isotonische Getränke sowie verschiedene Kühlmethoden. Die Spieler können Kühlwesten tragen, sich mit Eis an den Handgelenken oder mit kalten Tüchern an Nacken, Kopf und Brust abkühlen. In einigen Stadien profitieren sogar die Ersatzspieler von klimatisierten Teambänken.
Zudem wird es mitten der beiden Halbzeiten Trinkpausen geben, wobei dies nicht immer ein Vorteil ist, wie Murat Yakin sagt: «Im Test gegen Australien hatten wir eine super Phase, bevor diese ‹Cooling Break› kam. Dann sind wir nicht mehr so gut reingekommen. Wenn du im Rhytmus bist und der Ball läuft, willst du nicht, dass das Spiel unterbrochen wird», so der Nati-Coach. «Aber wenn es 32 Grad heiss ist, sind wir auch froh, wenn wir zwischenzweitlich etwas trinken können. Auch ich als Trainer.»
Die Temperaturen sollen am Samstag jedenfalls nicht zur Spassbremse werden. «Gerade die jungen Spieler, die erstmals ein WM-Spiel erleben, sollen den Moment auch geniessen», sagt Xhaka. «Wir wollen auf den Platz gehen und eine gute Leistung zeigen. Für uns selbst und für die ganze Schweiz. Morgen können wir bereits einen grossen Schritt machen. Wr sind hungrig wie nie zuvor!»