Klopp springt Rapinoe zur Seite und kritisiert Trump

17.1.2020 - 16:03, jar

Jürgen Klopp ist ein grosser Fan von Megan Rapinoe. 
Bild: Getty

Jürgen Klopp lobt Weltfussballerin Megan Rapinoe für ihre Proteste gegen Donald Trump und gibt selbst seine ehrliche Meinung über den US-Präsidenten preis.

Liverpool-Trainer Klopp spricht in der «Sports Illustrated» über Megan Rapinoe und ihre Proteste gegen Donald Trump. An den FIFA Football Awards im September hat der Deutsche die US-Fussballerin zum ersten Mal getroffen, wo Klopp als Trainer des Jahres und Rapinoe als Fussballerin des Jahres ausgezeichnet wurden.

Nicht nur von den fussballerischen Fähigkeiten der 34-Jährigen ist Klopp begeistert, sondern auch von ihrem politischen Einsatz: «Es ist sehr wichtig, dass es Leute wie sie gibt, die sich über wichtige Dinge unterhalten. Ich teile ihre Meinung über Donald Trump zu hundert Prozent.»

An der Frauenfussball-WM im Sommer hatte sich Rapinoe geweigert, die Nationalhymne mitzusingen und sich auch die Hand nicht auf die Brust gehalten. Damit wollte sie zeigen, dass sie mit der Regierung ihrers Landes nicht einverstanden ist. Der Protest sei «ein gutartiges F*** dich, Trump», sagte die homosexuelle Fussballerin, nachdem sie bereits zuvor den US-Präsidenten in der Öffentlichkeit als «sexistisch», «frauenfeindlich», «rassistisch» und «schlechten Menschen» beschrieben hatte.



Klopp: «Eine Meinung zu haben, ist einfach. Aber man muss auch die 'Eier' haben, sie in der Öffentlichkeit preiszugeben, in den Momenten, in denen man etwas gewinnt. Megan und Alex (Anm. d. Red.: Alex Morgan, die sich ebenfalls kritisch zu Trump geäussert hatte) haben das grossartig gemacht.»

Er sei sich der Probleme dieser Welt bewusst, so der Liverpool-Coach: «Und wie jeder Mensch mit einem halben Gehirn bin ich daran interessiert, diese Probleme zu lösen. Aber ich denke, wir müssen sie gemeinsam lösen. Es sollte sich also niemand vom Rest der Welt abtrennen.»

Klopp meint damit Trump und den britischen Premierminister Boris Johnson: «Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Leute wie sie nie die richtige Lösung waren. Sie erzählen den Leuten die Dinge, die sie hören wollen.»


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