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Jetzt meldenGolfanlage statt Isolation, Strand statt Enge: Die Nati setzt an der WM in San Diego auf ein Umfeld mit viel Freiraum. SFV-Präsident Peter Knäbel erklärt, weshalb er sich um die Freizeitgestaltung der Spieler keine Sorgen macht.
Das Schweizer Nationalteam hat das Fairmont Grand Del Mar Hotel in San Diego als Camp gewählt. «Das Hotel ist weitläufig, es liegt in einer Golf-Anlage eingebettet. Wir haben einen Trakt für uns», sagt Peter Knäbel und ergänzt: «Dort können wir, wenn wir wollen, allein sein. Aber in der Lobby sehen wir auch die anderen Hotelgäste. Am Wochenende war etwa eine Hochzeit. Aber man hört nichts davon, weil es auf der anderen Seite ist.»
Bei einigen Fussball-Turnieren schlich sich in der Vergangenheit bei der Nati der Lagerkoller ein. Ob auch im Fairmont Grand Del Mar Gefahr besteht? «Die Spieler – und auch der Trainer – wären natürlich lieber am Strand», scherzt Andy Böni, Chefredaktor blue Sport.
«2010 in Südafrika war es ein grosses Problem, dass die Spieler zu eng aufeinander waren und zu wenig Abwechslung hatten. 2018 in Russland gab es an der Wolga zu viele Mücken draussen, sodass sie sich nicht so bewegen konnten», erinnert er sich. Im aktuellen Nati-Camp hingegen gebe es viele Möglichkeiten, sich abzulenken. Knäbel bestätigt Bönis Eindruck: «Es ist leicht, sich hier wohlzufühlen. Man hat alle Möglichkeiten bezüglich Freizeitbeschäftigung. Dann ist es auch sehr schön, wenn man wie wir am Strand einen Teamanlass machen kann.»
Eine kurze Leine für die Nati-Stars sei aber nicht nötig. «Man muss sich um unsere Spieler keine Sorgen machen. Die wissen, was mit ihrer Zeit anzufangen. Freizeitgestaltung und Selbstverantwortung gehören natürlich auch mit dazu», betont der Deutsche.
Der SFV-Präsident scheut auch den Kontakt mit den Spielern nicht. «Wir sind ja nah zusammen. Ich stelle immer wieder fest, wie alt ich schon bin und wie man trotzdem auch Verbindungen zu den Spielern hat», erläutert der 59-Jährige.
Dennoch hat Knäbel beim Pingpong noch keine Einladung gekriegt: «Zu einem Tischtenismatch hat es mir noch nicht gereicht», hält er verschmitzt fest. «Dort bin ich ganz hinten auf der Setzliste.»
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