
Der FC Thun verliert gegen Dinamo Zagreb 2:3.
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Der FC Thun führt gegen Dinamo Zagreb mit 2:0 und muss sich dann doch geschlagen geben. Nach dem Platzverweis von Captain Marco Bürki kassieren tapfere Thuner drei Tore und verlieren 2:3.
In der 112. Minute fiel er doch noch, der Führungstreffer von Dinamo Zagreb. Nach einer starken Einzelleistung von Moris Valincic, der bei seinem Lauf quer über das Spielfeld nicht gross gestört wurde, zog der Verteidiger aus der Distanz ab.
Hatte Goalie Niklas Steffen zuvor noch mehrere gute Paraden gezeigt, musste er sich dieses Mal geschlagen geben. Das Tor zum 3:2 sollte das entscheidende im Rückspiel bleiben und das Thuner Out im Kampf um die Champions League besiegeln.
Für die aufopferungsvoll kämpfenden Thuner ist es ein bitteres Ausscheiden in der 2. Qualifikationsrunde der Königsklasse. So verspielten die Berner Oberländer gegen den kroatischen Double-Sieger nach dem 1:1 im Hinspiel eine 2:0-Führung am Dienstagabend innert nur vier Minuten.
Zur tragischen Figur des Matches wurde ausgerechnet der Thuner Captain Marco Bürki. Während er in der 22. Minute noch zum 2:0 traf, nachdem Brighton Labeau bereits in der 4. Minute für das erste Thuner Tor gesorgt hatte, flog Bürki in der 67. Minute mit Rot vom Platz. Der Verteidiger hatte eine klare Torchance mit einem Foul verhindert.
Nach dem Platzverweis wurden die Gastgeber stärker und stärker. Während sie in der ersten Hälfte noch ideenlos und blass gewirkt hatten, weckte die Rote Karte an Bürki nicht nur die Fans im Maksimir-Stadion auf, sondern auch die Spieler auf dem Platz.
Dion Beljo und Lukas Kacavenda sorgten für den Ausgleich und erzwangen damit die Verlängerung. Auch in dieser schlugen sich die Thuner mit einem Mann weniger weiter tapfer, kamen selbst gar noch zu guten Torchancen. Ehe eben dieses eine kroatische Tor, der Treffer von Valincic, die Thuner Träume von der Champions League doch noch beendete.
Nach der Niederlage wird Thun nun in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League antreten. Gegner ist entweder die isländische Mannschaft Vikingur Reykjavik oder der Israelische Klub Hapoel Be'er Sheva. Um den Namen des Gegners zu erfahren muss sich Thun aber noch einen Tag gedulden. Das Spiel der beiden Mannschaften findet am Mittwoch um 19.30 Uhr statt.
Der Thun verliert hier nach Verlängerung mit 2:3. Der Traum der Champions League ist futsch. Der Schweizer Meister rutscht in die Quali zur Europa League.
Spielerisch passiert hier aktuell nicht viel, dafür geht es gemütsmässig heiss zu und her. Immer wieder geraten die Spieler aneinander. Der Schiedsrichter bringt aber wieder Ruhe rein.
Thun bekommt einen Eckball zugesprochen, lässt sich aber bei der Ausführung zu lange Zeit. So entscheidet sich der Unparteiische für Abstoss Zagrebs.
Es bleibt dem FC Thun nur noch wenig Zeit, um den Traum der Champions League am Leben zu halten. Gefährlich wird es bislang aber nicht.
Was für ein Prachtsschuss! Moris Valincic zieht an der Strafraumgrenze von halbrechts ab und erwischt Steffen in der weiten Ecke. Thun bedient, Dinamo jubelt über das 3:2.
Und da ist Dinamos Riesenchance zum Führungstreffer. Zajc zieht im Strafraum ab, Steffen setzt zur Flugshow an und wischt den Ball aus der rechten, oberen Ecke. Starke Intervention des Thun-Keepers.
Dinamo sucht weiterhin die Lücke, findet sie aber nicht. Der Thuner Abwehrriegel steht sowas von massiert.
Die 1. Hälfte der Verlängerung ist durch. Die beste Chance gehört tatsächlich den Thunern nach einem Konter. Ansonsten sind die Berner Oberländer nur mit Verteidigen beschäftigt – was sie womöglich auch für die bevorstehenden 15 Minuten sein werden.
Es gibt zwei Ansichten: Dinamo Zagreb ist spielerisch weiterhin harmlos oder Thun macht seine Sache hervorragend. Und dann gibt es noch eine dritte Ansicht, und diese passt am besten: Es ist eine Mischung aus beidem. Thun lässt den Hausherren wenig Räume und verteidigt die Bälle sauber weg. Richtig brenzlig wird es also nicht.
Hinten stehen sie sauber und dann schwärmen die Thuner aus. Auf der linken Seite sprintet Michael Heule mit, der letztendlich auch angespielt wird. Sein Abschluss im Strafraum zischt nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Gute Aktion der Thuner!