Captain der U21-Nati Leon Avdullahu: «Neben dem Platz bin ich ein ruhiger Typ, auf dem Feld eher etwas aggressiver»

Sandro Zappella

21.3.2025

Leon Avdullahu: «Neben dem Platz bin ich ein ruhiger Typ, auf dem Feld eher etwas aggressiver»

Leon Avdullahu: «Neben dem Platz bin ich ein ruhiger Typ, auf dem Feld eher etwas aggressiver»

Leon Avdullahu ist Captain der U21-Nationalmannschaft. Der FCB-Mittelfeldspieler spricht im Interview mit blue Sport über das Trainingslager mit der U21, den FC Basel und seine nächsten Ziele.

21.03.2025

Leon Avdullahu ist Captain der U21-Nationalmannschaft. Der FCB-Mittelfeldspieler spricht im Interview mit blue Sport über das Trainingslager mit der U21, den FC Basel und seine nächsten Ziele.

Sandro Zappella

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Leon Avdullahu ist einer der erfahrensten Spieler der U21 und führt die Nachwuchs-Nati als Captain an.
  • In der Super League kommt der 21-Jährige auf über 50 Spiele und sagt: «Auch in Basel wird von mir erwartet, dass ich Verantwortung übernehme.»
  • Mit der U21 trifft Avdullahu auf Österreich und England. Der defensive Mittelfeldspieler sagt: «Gegen die kann man sich sicher gut messen.»

Das Fussballjahr für die U21-Nationalmannschaft startet mit einem Trainingslager im spanischen Marbella. Dort trifft die U21 in Testspielen am Freitag auf Österreich und am Montag auf England. 

Für das Team von Trainer Sascha Stauch geht es vorerst darum, sich kennenzulernen. Denn wie so oft bei Nachwuchs-Nationalmannschaften kam es zum fast kompletten Kader-Umbruch. Von den Spielern, die im vergangenen Herbst dabei waren, sind nur noch Zachary Athekame, Aaron Keller und Leon Avdullahu erneut dabei.

Im Interview mit blue Sport verrät Avdullahu, dass es dennoch viele bekannte Gesichter darunter habe: «Die meisten von uns kennen sich schon von der U20.» Die Stimmung im Team sei entsprechend sehr gut. 

Viele der Spieler kennt Avdullahu aber auch eher als Gegner aus der Super League. Nun lerne man sich auch privat besser kennen und Avdullahu verrät: «Auf dem Platz verhalten sich viele Spieler anders als daneben.» Sich selbst schliesse er da mit ein: «Neben dem Platz bin ich eher ein ruhiger Typ und auf dem Feld eher etwas aggressiver.»

Verantwortung ist nichts Neues

Die Rolle, die Avdullahu in der U21 hat, ist für ihn klar: «Ich denke, als Captain muss ich vorangehen. Als Leistungsträger muss ich die Mannschaft zusammennehmen und führen», sagt der Mittelfeldspieler und ergänzt: «Neu ist das nicht für mich, das wird in Basel auch von mir erwartet, dass ich dort Verantwortung übernehme.»

Beim FCB hat er diesbezüglich mit Taulant Xhaka und Xherdan Shaqiri verschiedene Mentoren, die das auch vorleben. Von ihnen hat Avdullahu gelernt, Verantwortung auch neben dem Platz zu übernehmen – vor allem, wenn es mal nicht läuft.

Steckbrief Leon Avdullahu
Portrait von Leon Avdullahu,.Spieler des Schweizer U21 Fussball.Nationalteams der Männer, fotografiert am 4..September 2024 in Lausanne. (SFV/KEYSTONE/Valentin Flauraud)
KEYSTONE

Geburtstag: 23.02.2004 (21)
Geburtsort: Solothurn
Position: Defensives Mittelfeld
Verein: FC Basel
Super-League-Spiele: 54

Deshalb sei für ihn auch wichtig, mit seinen Mitspielern zu sprechen: «Wenn Spieler ein Anliegen haben, es ihnen nicht gut geht, können sie jederzeit auf mich zukommen. Und wenn es geht, versuche ich allen zu helfen.»

Die Rolle als Leader kennt Avdullahu sowieso schon lange: «Ich war schon früher in der Nationalmannschaft oft Captain und auch beim FCB musste ich schon bei den Junioren oft Verantwortung übernehmen.» Einerseits entspreche das seinem Charakter, es sei aber auch typisch für seine Position als Sechser.

Testspiele gegen Österreich und England

Für die U21 geht es nun in den Testspielen gegen Österreich und England darum, sich zu finden. «Mit diesen Gegnern kann man sich sicher gut messen», so Avdullahu.

Das sei aber generell das tolle, wenn man mit der U21 unterwegs sei, dass man immer gegen grosse Gegner spielen könne. Neben seinen Zielen mit der U21 will Avdullahu aber auch mit dem FC Basel viel erreichen: «Vorerst ist es mein Ziel, mit dem FCB international zu spielen.» Langfristig könne er sich vorstellen, mal im Ausland zu spielen, am liebsten in der spanischen La Liga. 

Zunächst geht es mit Basel aber mal darum, um die Meisterschaft zu spielen. Dass jetzt die heimische Liga mal pausiert, kommt Avdullahu jedoch gerade recht: «Vor allem jetzt, da die letzten Spiele für uns nicht so gut gelaufen sind. Deshalb ist es auch wichtig für mich, hier etwas den Kopf zu lüften.»

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