Schweizerinnen erledigen Italien mit 2:1 und ziehen in der WM-Quali davon

tbz/sda

26.11.2021

Die Schweizerinnen beeindrucken gegen Italien und gewinnen auswärts 2:1.
Bild: KEYSTONE

Die Schweizerinnen schlagen Italien im so wichtigen WM-Quali-Spiel auswärts mit 1:2. Es ist ein sensationeller Auftritt des Teams von Trainer Nils Nielsen. Die Tore erzielen Coumba Sow und Ana-Maria Crnogorcevic.

tbz/sda

26.11.2021

«Jetzt gibt's Pizza und Bier», freut sich Torschützin Sow nach dem 2:1-Erfolg in Palermo bei «SRF». Denn was die Männer-Nati kann, kann auch die Frauen-Nati: den italienischen Fussball das Fürchten lehren. Das Team von Nationalcoach Nils Nielsen hatte bei Hudelwetter in Palermo nicht mehr Spielanteile, aber zu gefährlichen Angriffen und besten Chancen brachten es fast ausschliesslich die Schweizerinnen.

Nach einer 2:0-Führung in der Pause hätten die Schweizerinnen den Match in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte entscheiden müssen. Zuerst verschaffte sich Stürmerin Svenja Fölmli nach einem von etlichen Patzern von Italiens Goalie Laura Giuliani freie Schussbahn, aber sie verfehlte das leere Tor und traf den Pfosten. Wenig später tauchte Ramona Bachmann allein vor dem Tor auf. Diesmal holte sich Giuliani die Lorbeeren für eine toll Abwehr. Kaum war die Schweizer Angriffswelle verebbt, verkürzten die Italienerinnen in der 60. Minute aus dem Nichts mit einem abgelenkten Schuss zum 1:2.

Grosser Jubel bei den beiden Torschützinnen, Coumba Sow, links, und Ana-Maria Crnogorcevic.
Bild: KEYSTONE

Schweizerinnen holen wichtige Punkte für die WM-Quali

Von hier an glückte es den ausgezeichnet spielenden Schweizerinnen, die Balance von Sicherheit und Angriffsgelüsten zu finden und zu halten. Gefährlich wurde es Sekunden vor Schluss in der Nachspielzeit, als Italiens Torschützin Barbara Bonansea die Latte traf.

Von der ersten Halbzeit gibt es auch Schweizer Sicht fast nur gutes zu berichten. Coumba Sow bereits nach 9 und Ana-Maria Crnogorcevic nach 20 Minuten verwerteten mit Kopfbällen aus kurzer Distanz Flanken von Crnogorcevic respektive Ramona Bachmann.

Der Sieg ist für die Schweizer Nati ungeheuer wichtig, zumal sich nur der Gruppensieger direkt für die Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland qualifiziert.

Am Sonntag reisen die Schweizerinnen nach Vilnius, wo sie am Dienstag gegen Litauen spielen. Das Hinspiel in Thun gewannen die Schweizerinnen zum Auftakt der WM-Qualifikation 4:1.

Telegramm

Italien – Schweiz 1:2 (0:2)

Palermo. – SR Frappart (FRA). – Tore: 9. Sow (Crnogorcevic) 0:1. 20. Crnogorcevic (Bachmann) 0:2. 60. Bonansea 1:2.

Schweiz: Thalmann; Bühler, Stierli, Aigbogun; Maritz, Xhemaili (65. Mauron), Wälti, Sow, Bachmann (84. Kiwic); Crnogorcevic, Fölmli (79. Lehmann).

Bemerkungen: 50. Pfostenschuss Fölmli. 95. Lattenschuss Bonansea (Italien). Verwarnungen: 50. Giuliano (Italien/Foul), 84. Bachmann (Spielverzögerung).

Der Live-Ticker zur Nachlese

  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • 97. Minute
    Aus, das Spiel ist aus!

    Jaaa! Kurz nach dem Lattenknaller pfeift Schiedsrichterin Stéphanie Frappart die Partie ab. Die Schweizerinnen gewinnen in Palermo nach einem hervorragenden Auftritt mit 2:1. Damit zieht die Nati in der Quali-Gruppe auf 15 Punkte davon, während Italien auf 12 stehen bleibt.

    Vielen Dank fürs Mitlesen an dieser Stelle und hopp Schwiiz!

  • 95. MInute
    Schockmoment!

    Nur noch Sekunden sind in Palermo zu spielen, da wird es noch einmal richtig heiss im Schweizer Strafraum. Zuerst lassen die Gastgeberinnen eine Top-Chance liegen, fordern dann Elfmeter und hauen denn Ball schlussendlich an die Latte. Läck du mier.

  • 90. Minute
    Fünf Minuten Nachspielzeit

    Die 90 Minuten sind durch. Als Nachschlag gibt es fünf Zeigerumdrehungen oben drauf. Die Italienerinnen werfen noch einmal alles nach vorne. Hält die Schweiz stand?

  • 87. Minute
    Druckphase der Italienerinnen

    Immer öfter muss Thalmann nun den Ball festhalten. So richtig gefordert wird die Schweizer Keeperin aber auch jetzt nicht. Noch nicht. Der Druck der Italienerinnen nimmt spürbar zu.

  • 84. Minute
    Bachmann raus, Kiwic rein

    Nächster Wechsel bei der Nati. Ramona Bachmann hat nach einer hervorragenden Partie etwas verfrüht Feierabend. Sie wird durch Rahel Kiwic ersetzt.

  • 79. MInute
    Jetzt kommt Alisha Lehmann

    Kurz vor Schluss kommt mit Alisha Lehmann ein neuer Offensiv-Impuls. Sie ersetzt die auffällige Fölmli – kann die bllitzschnelle 22-Jährige in der Schlussphase den Deckel drauf machen? 

  • 70. Minute
    Kommt jetzt das grosse Zittern?

    Das Spiel hat sich seit dem Anschlusstreffer der Italienerinnen etwas beruhigt. Die Nati versucht die Partie weiterhin zu kontrollieren, kann aber nicht mehr so viele offensive Akzente setzen wie zu Beginn der zweiten Halbzeit. Wenn sie sich jetzt noch weiter zurückfallen lassen, droht das grosse Zittern...

  • 60. Minute
    Italien trifft aus dem Nichts

    Und plötzlich steht es 1:2. Ein abgelenkter Schuss der Italienerin Star-Stürmerin Bonansea findet irgendwie den Ball ins Schweizer Tor. Thalmann im Kasten der Schweizerinnen ist mit einer Hand noch dran, sieht in dieser Situation aber sehr unglücklich aus.

  • 57. MInute
    Nächste Top-Gelegenheit

    Schon wieder brennt es vor dem italienischen Kasten. Dieses Mal ist es Fölmli, die im Mittelfeld ihre Gegnerin stehen lässt, sich abdreht und Bachmann auf die Reise schickt. Die Schweizerin lässt im Strafraum mit einem Hacken ihre Bewacherin eiskalt aussteigen, scheitert dann mit dem Abschluss aber erneut an Giuliani. 

  • 53. MInute
    Auch Bachmann scheitert

    Die Schweizerinnen dominieren die Partie gerade nach Belieben. Als nächstes zieht Bachmann alleine auf Giuliani. Die Schweizer Nummer bringt aus spitzem Winkel aber nicht mehr genügend Druck hinter den Ball. Weiter 2:0.

  • 50. Minute
    Pfostenknaller!

    Das gibt's nicht. Die Schweiz schrammt nur haarscharf am 3:0 vorbei. Nach einem erneuten Patzer von Italiens Torhüterin Giuliani ist es Fölmli, die den Ball aus rund fünf Metern an den Pfosten knallt. So ein Pech.

  • 46. MInute
    Weiter geht's – hält die Nati dem Druck stand?

    Es ist zu erwarten, dass die Italienerinnen mit deutlich mehr Dampf aus den Katakomben stürmen, wie noch in der ersten Halbzeit. Können die Schweizerinnen standhalten – oder gar noch eine Schippe oben drauf legen?

  • Halbzeit
    Wiederholung des 1:0

    In der Halbzeitpause liefern uns die italienischen TV-Leitungen doch noch eine Wiederholung des ersten Schweizer Treffers. Ein Weitschuss aus 35 Metern war es leider nicht, dafür ein wunderbarer Kopfball nach einer herrlichen Flanke von Crnogorcevic. Sow kommt am zweiten Pfosten aber auch etwas gar einfach an den Ball.

  • 47. Minute
    Halbzeit, 2:0!

    Was für eine Leistung der Schweizerinnen in den ersten 45 Minuten. In Palermo führt die Nati zur Pause hochverdient mit 2:0. Die Tore erzielten Coumba Sow und Ana-Maria Crnogorcevic. Hervorzuheben gilt es zudem die Leistung von Ramona Bachmann, die mit jedem Ballkontakt beeindruckt und die Italienerinnen immer wieder wie Slalomstangen stehen lässt.

    Die Gastgeberinnen wurden erst in den letzten zehn Minuten etwas gefährlicher. Von den Top-Stars im Sturm war bisher nicht viel zu sehen.

  • 39. Minute
    Frustrierte Italienerinnen

    Je länger das Spiel dauert, desto frustrierter zeigen sich die Italienerinnen. Immer wieder lassen sie sich auf Diskussionen mit Schiedsrichterin Stéphanie Frappart ein. Dabei wären es die Schweizerinnen, die sich beschweren dürften, nachdem die Französin eine Top-Chance aufgrund einer fragwürdigen Abseits-Position verhinderte.

  • 27. Minute
    Thalmann hält

    27 Minuten brauchen die Italienerinnen bis zur ersten nennenswerten Torchance. Giacinti kann aus aussichtsreicher Position abziehen – der Schuss landet aber direkt in den Armen von Gaelle Thalmann.

  • 20. Minute
    2:0 für die Schweiz!

    Jaaa! Die Schweizerinnen doppeln nach. Nach einer herrlichen Flanke von Ramona Bachmann, die über den linken Flügel in Szene gesetzt wird, köpft Ana-Maria Crnogorcevic aus zentraler Position ein. Wahnsinn!

    In Palermo sind erste Pfiffe zu hören...

  • 15. Minute
    Das Spiel im Griff

    Leider fehlt weiterhin jede Spur einer Wiederholung. Wir nehmen jetzt einfach an, dass die 27-Jährige Zürcherin das Leder aus 35 Metern in den Winkel geballert hat. Wunderschön!

  • 10. Minute
    Das Bild ist zurück – und die Schweiz führt!

    Das gibt's doch nicht. Ausgerechnet während dem Bildunterbruch geht die Schweiz in Italien in Führung. Torschützin ist Coumba Sow. Wir warten auf eine erste Wiederholung.

  • Nächster Bildunterbruch

    Die Leitung aus Palermo ist erneut unterbrochen. 

  • 5. Minute
    Grosschance für die Schweiz

    Nach einem katastrophalen Abspiel der italienischen Torhüterin – direkt in die Füsse von Svenja Fölmli – hat die Schweizerin die Gelegenheit, die Nati in Führung zu schiessen. Die Nummer 17 lässt die Keeperin stehen, legt sich aber den Ball zu weit vor und muss sich mit einem Eckball zufrieden geben.

    Diesen bringt Ramona Bachmann punktgenau auf Luana Bühler, die den Kopfball nur knapp neben den Pfosten setzt. Was für ein Start der Schweizerinnen!

  • 1. Minute
    Es geht los

    Die Italienerinnen versuchen sofort Druck auf die Schweizerinnen auszuüben. Bis jetzt kommt die Nati aber gut mit den hochstehenden Gegnerinnen zurecht.

  • Das Bild ist da!

    Fehlalarm. Kurz nach Anpfiff funktioniert es dann doch mit den TV-Bildern.

  • Bildausfall in Palermo

    Wie «SRF» mitteilt, kann die italienische TV-Produktion vor Ort in Palermo aktuell keine Bilder senden. Das Spiel wird voraussichtlich trotzdem um 17:30 Uhr angepfiffen. 

  • So spielt die Schweiz gegen Italien
  • Luana Bühler im Vorfeld der Partie
    Luana Bühler vor dem Italien-Kracher: «Die Männer haben es uns vorgezeigt»

    Luana Bühler vor dem Italien-Kracher: «Die Männer haben es uns vorgezeigt»

    Nach vier Siegen aus vier Spielen steht für die Schweizer Frauen-Nati in der WM-Quali das Auswärtsspiel bei Gruppenfavorit Italien auf dem Programm. Luana Bühler blickt mit blue Sport auf den Spitzenkampf voraus.

    25.11.2021

  • Heim-EM 2025?

    Der Schweizerische Fussballverband SFV bewirbt sich für die Durchführung der Frauen-Europameisterschaft 2025. Dies beschloss der Zentralvorstand, nachdem er im Vorfeld bereits sein Interesse bei der UEFA angemeldet hatte.

    In einem nächsten Schritt werden nun Bund, Kantone und die Städte an Bord geholt, um bis Mitte März bei der UEFA eine breit abgestützte, formelle Kandidatur eingeben zu können. Die finale Bewerbung muss dann bis im Oktober erfolgen. Den Austragungsort wählt die UEFA im Dezember 2022.