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Jetzt meldenMarco Odermatt unterstreicht im Interview mit blue Sport, wieso er der Schweizer Nati an der WM viel zutraut und wieso er die Partien eher auf dem Sofa als am Public Viewing verfolgen wird.
Marco Odermatt ist nicht nur Ski-Überflieger, sondern selbst auch Schweizer Sport-Fan. So hielt der Gesamtweltcupsieger an der Eishockey-WM vor dem grossen Finale in der Kabine eine kurze Ansprache und verkündete die «Starting Six» der Hockey-Nati.
Neben dem Eishockey ist Odermatt auch grosser Fussball-Fan. Vor zwei Jahren konnte er im Vorfeld der Europameisterschaft sogar mit der Nati mittrainieren und machte dabei eine gute Figur.
Im Rahmen des Wings for Life World Run hat ihn blue News auf die anstehende Fussball-WM angesprochen. Odermatt erklärt dabei, dass er den Grossanlass wohl eher auf dem Sofa als in der Öffentlichkeit verfolgen werde: «Am Public Viewing ist jeweils ein bisschen viel los. Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich sicher öfters am Public Viewing.»
Er werde schon richtig mit der Nati mitfiebern, sagt der Nidwaldner, so mega nervös sei er aber nicht und zieht einen Vergleich zu den Skirennen: «Es geht ja über eine längere Zeit, du hast nicht diesen Kribbel-Moment, wo du weisst, jetzt kommt ein Sprung und es ist innerhalb von Hundertsteln passiert.»
Der Ski-Crack würde mit fast jedem der Nati gerne mal einen Tag tauschen. Dabei würde Odermatt reizen, mal in einem so grossen Stadion zu spielen, aber auch der Teamspirit sei etwas, was er gerne erleben würde: «Den haben wir im Skisport zwar auch, aber am Ende gewinnt dennoch immer nur einer. Als Mannschaft einen Titel feiern, das wär schon cool.»
Der Schweiz traut Odermatt an der Weltmeisterschaft einiges zu, zumal die Nati ja eine «faire Gruppe» erwischt habe. Diese zu überstehen sei das primäre Ziel, danach in der K.o.-Phase könne immer viel passieren: «Man weiss, dass sie theoretisch jeden Gegner schlagen können, wenn alles zusammenpasst. Ich denke, man muss bei einem Grossanlass in diesen Flow kommen.»
Wichtig für die Nati sei, dass der Funke rüberspringen müsse, damit sie über sich hinauswachsen könne: «Das braucht es sicher, um sehr weit zu kommen.» Zudem sei die Atmosphäre in Amerika wohl etwas ungewohnt, da die Spielorte so verteilt seien.
Als Favoriten auf den Titel hat Odermatt gleich mehrere europäische Teams im Kopf: «Frankreich, England oder Deutschland haben ein super Kader. »
Der fünffache Ski-Gesamtweltcupsieger spielt selbst gerne Fussball, aber so richtig 11 gegen 11 auf einem Fussballplatz, das habe es bei ihm schon sehr lange nicht mehr gegeben. Wenn sie im Ski-Zirkus unterwegs seien, machen sie gerne mal ein Jonglierspiel. Auf die Frage, wer von Swiss-Ski dabei am meisten Talent zeigt, erklärt Odermatt lachend: «Ich glaube, jeder hat seinen Sport im Skifahren gefunden und es ist keiner der begnadetste Fussball-Techniker.»