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Vor vier Jahren tröstete Kylian Mbappé seinen damaligen Pariser Teamkollegen Achraf Hakimi. Auch diesmal ist Frankreich gegen Marokko in der Favoritenrolle
Keystone
Mit Frankreich und Marokko treffen im ersten Viertelfinal der WM am Donnerstag der meistgenannte Favorit und einer der Geheimfavoriten aufeinander. Es ist die Neuauflage des Halbfinals von Katar.
Frankreich überzeugte am Turnier in Nordamerika bisher wie kaum ein anderes Team. Fünf Siege und ein Torverhältnis von 14:2 stehen für die Équipe Tricolore zu Buche. Dass die Spieler von Trainer Didier Deschamps nicht nur zaubern, sondern auch leiden und kämpfen können, bewiesen sie im Achtelfinal gegen Paraguay.
Die französischen Superstars liessen sich selbst von der ruppigen und bisweilen unfairen Spielweise der Südamerikaner nicht aus der Ruhe bringen und setzten sich am Ende dank eines verwandelten Penaltys von Captain Kylian Mbappé verdient mit 1:0 durch. Nebst der so prunkvoll besetzten Offensive überzeugte bei den Franzosen auch der Defensivverbund um William Saliba und Dayot Upamecano.
Am Donnerstag in Foxborough wartet mit Marokko der erste richtige Prüfstein auf den Weltmeister von 2018, der zum dritten Mal in Folge in den Final will. Die Nordafrikaner ihrerseits streben den zweiten Halbfinal-Einzug in Serie an, nachdem sie es vor vier Jahren in Katar als erste Mannschaft des Kontinents an einer WM so weit geschafft haben.
Marokko hatte in Nordamerika schon schwierige Phasen zu überstehen. Im letzten Gruppenspiel gegen Haiti musste das Team um Captain Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain zweimal einem Rückstand hinterherrennen. Und im Achtelfinal gegen die Niederlande liefen Ismael Saibari, den es nach der WM zu Bayern München zieht, und Co. lange vergeblich an, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich und im Penaltyschiessen der verdiente Sieg resultierte.
Saibari musste im Achtelfinal gegen Kanada verletzungsbedingt ausgewechselt werden und fällt für das Duell mit Frankreich aus.
Für ihn komme das Spiel noch zu früh, sagte Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi an der Abschluss-PK in in Foxborough. Er hoffe, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle. Medienberichten zufolge hat der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten. Die Hoffnung auf ein schnelles Comeback bestehe.
Der Ausfall des mit drei Treffern erfolgreichsten Torschützen ist ein herber Verlust für das Team von Mohamed Ouahbi. Schliesslich sinnen die «Löwen vom Atlas» auf Revanche nach dem verlorenen Halbfinal von vor vier Jahren. Damals setzte sich Frankreich durch einen frühen und einen späten Treffer mit 2:0 gegen die Überraschungsmannschaft durch.