Julian Nagelsmann sprach zuletzt klare Worte über Leroy Sané. Lothar Matthäus gefällt das nicht. Er gibt dem Bundestrainer einen Rat.
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- Deutschlands Nationaltrainer löst mit seinen klaren Worten in Richtung Leroy Sané und der Nicht-Nomination von Stuttgarts Angelo Stiller Diskussionen aus.
- Lothar Matthäus kritisiert Nagelsmann in mehreren Punkten und sagt: «Julian macht sich zu viele Baustellen auf, er schafft sich viele unnötige Themen.»
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat Deutschland-Trainer Julian Nagelsmann für dessen Umgang mit Leroy Sané kritisiert. «Leroy Sané öffentlich eine Ansage zu machen und quasi von einer letzten Chance zu sprechen, halte ich für überflüssig. Das kann der Bundestrainer unter vier Augen machen, aber nicht öffentlich. Auch in der Mannschaft wird das für Diskussionen sorgen», sagte Matthäus der «Bild».
Nagelsmann hatte über den Offensivspieler, den er zurück ins Nationalteam geholt hat, zuletzt gesagt: «Leroy weiss, was gefragt ist und er weiss auch, dass es nicht mehr unzählige, viele Chancen gibt, sich auf der Nationalmannschaftsebene, zumindest unter meiner Führung, zu beweisen.»
Matthäus: «Julian macht sich zu viele Baustellen auf»
Matthäus kritisierte auch die Umstände bei der Nicht-Nominierung von Stuttgarts Mittelfeldspieler Angelo Stiller und Nagelsmanns Art zu kommunizieren.
«Julian macht sich zu viele Baustellen auf, er schafft sich viele unnötige Themen. Möglicherweise denkt er, dass er mit seiner Art zu kommunizieren alles richtig macht – ich kenne das, bei mir war es früher oft nicht anders, ich wollte nicht auf andere hören», sagte Matthäus und ergänzte: «Aber einige Punkte sollte er überdenken, auch auf seine Berater hören, die hier auf ihn Einfluss nehmen sollten. Nagelsmann muss den Rat annehmen, sich hinterfragen.»
Deutschland spielt in der WM-Qualifikation am Freitag in Luxemburg (20.45 Uhr) und trifft am Montag in Leipzig auf die Slowakei (20.45 Uhr).