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Jetzt meldenFrankreich setzt sich in einem körperlich betonten Duell gegen Paraguay durch und steht im Viertelfinal. Nach der Partie macht Matchwinner Kylian Mbappé seinem Ärger über die Spielweise des Gegners Luft.
Frankreich muss sich mehr als erwartet ins Zeug legen, um Paraguay zu besiegen und den Einzug ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft zu schaffen. Die Franzosen sehen sich einer sehr kompakten südamerikanischen Mannschaft gegenüber, die sich in der Verteidigung verschanzt und nur zeitweise zu Kontern bereit ist, ohne dabei auf ein körperbetontes Spiel und zahlreiche Fouls zu verzichten.
Die Entscheidung in Philadelphia fällt durch eine Aktion von Désiré Doué in der 67. Minute. Der französische Nachwuchsspieler, der erst sechs Minuten zuvor eingewechselt wurde, sorgt mit einem Slalomlauf für Chaos im paraguayischen Strafraum und zwingt Diego Gómez zu einem Foul.
Der Schiedsrichter lässt die Szene zunächst laufen, wird jedoch vom VAR darauf hingewiesen und entscheidet nach Sichtung der Bilder auf dem Monitor auf Elfmeter. Vom Penaltypunkt aus verwandelt Kylian Mbappé sicher und erzielt damit das Tor, das den Einzug ins Viertelfinale bedeutet.
Nach dem Spiel lobt der Kapitän der «Bleus» den Kampfgeist seiner Mannschaft. «Wir wussten, dass es ein solches Spiel werden würde», erklärt der Kapitän der französischen Nationalmannschaft in einem Interview, das er noch auf dem Spielfeld gegenüber «M6» gibt.
«Wir haben bewiesen, dass wir nicht nur eine Mannschaft sind, die offensiven Fussball spielen kann. Wenn wir unsere Hände in Scheisse stecken müssen, stecken wir die Hände in Scheisse. Entschuldigt den Ausdruck, aber wir haben kein Problem damit, uns die Hände schmutzig zu machen», sagt der 27-Jährige ohne Umschweife und bezieht sich dabei auf die Einstellung, die die Südamerikaner auf dem Platz an den Tag legen.
Der Stürmer von Real Madrid weist zudem den Vorwurf zurück, dass Frankreich nur mit schönem Spiel gewinnen könne. «Vielleicht dachten sie, wir würden im Smoking auf den Platz gehen und uns darauf beschränken, schöne Spielzüge und Dreieckspässe zu zeigen. Aber wir können auch dreckig spielen. Heute war es genau so ein Spiel, und wir waren sogar darin besser als sie.»
Der siebenfache Torschütze bei dieser Weltmeisterschaft, der bislang gemeinsam mit Lionel Messi die Torschützenliste anführt, zeigt aber auch etwas Verständnis: «Das ist ihre Art zu spielen, und jeder nutzt seine eigenen Stärken. Es gibt keine richtige oder falsche Art, Fussball zu spielen: Es zählt nur der Sieg. Sie haben versucht, uns mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, aber am Ende hatten wir die Oberhand.»
Nun richten sich die Gedanken bereits auf das Viertelfinale gegen Marokko. Eine Begegnung, die unweigerlich an das Halbfinale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar erinnert, als sich Frankreich mit 2:0 gegen die «Löwen des Atlas» durchsetzte, bevor im Finale im Elfmeterschiessen gegen Argentinien Schluss war. «Jetzt müssen wir uns erholen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Wir wissen, dass Marokko eine hervorragende Mannschaft ist, und freuen uns darauf, gegen sie anzutreten.»
Zum Schluss macht Mbappé noch eine scherzhafte Bemerkung über seinen Freund Achraf Hakimi, den Kapitän der marokkanischen Nationalmannschaft und ehemaligen Teamkollegen bei PSG, auf den er am 9. Juli um 22:00 Uhr (Schweizer Zeit) als Gegner treffen wird. «Ich glaube, er hat mir bereits geschrieben. Aber wenn das Spiel beginnt, werden wir nur daran denken, unser Bestes zu geben, um unseren Weg im Turnier fortzusetzen.»