Modric kritisiert Ronaldo, van Dijks frecher Spruch und Drogbas Sorry an Mbappé

3.12.2019 - 11:58, SB10

Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or 2019
2:39

Lionel Messi gewinnt den Ballon d'Or 2019

Rapinoe bei den Frauen, Messi bei den Männern – das sind die Gewinner des Ballon d'Or 2019.

02.12.2019

Messi sichert sich seinen sechsten Ballon d'Or als bester internationaler Fussballer und ist nun alleiniger Rekordhalter vor Cristiano Ronaldo. Der Portugiese erscheint erst gar nicht zur Ehrung. Nur eine von vielen Storys an der Gala.

Die Freude bei Messis Nachwuchs

Lionel Messi gewann am Montagabend in Paris zum sechsten Mal seit 2009 den Ballon d'Or. Der argentinische Nationalspieler setzte sich in der Abstimmung internationaler Journalisten durch und verwies Virgil van Dijk, Cristiano Ronaldo und Sadio Mané auf die nachfolgenden Plätze. 



Sehr zur Freude seiner Söhne Thiago (7) und Matteo (4), welche sich zuvor noch abseits der Kameras zofften.

Modric kritsiert abwesenden Ronaldo

Ronaldo reiste zum Treffen der internationalen Fussballer-Elite gar nicht erst an und besuchte stattdessen die beinahe zeitgleich stattfindende Preisverleihung des italienischen Fussballverbands in Mailand. Dort wurde der Portugiese als bester Spieler der italienischen Liga in der vergangenen Saison ausgezeichnet. Wohl ein schwacher Trost für den 34-Jährigen.

Die Absenz von CR7 stösst auch Vorjahressieger und Ex-Teamkollege Luka Modric sauer auf: «Ich bin hier, weil es im Fussball um Respekt geht, und wenn man nicht gewinnt, muss man aus Respekt hier sein, denn der Fussball wird gefeiert.»

Cristiano Ronaldo blieb der Gala fern.
Bild: Keystone

Van Dijks Spruch ...

Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk wurde vor der Ehrung von einem Reporter auf die Absenz Ronaldos angesprochen. Auf die Frage, ob er sich deshalb schon um einen Rivalen weniger sorgen müsse, meinte van Dijk: «War Cristiano Ronaldo wirklich ein Rivale?»

Virgil van Dijk mit Partnerin Rike Nooitgedagt.
Bild: Getty

... sorgt bei Ronaldos Schwestern für rote Köpfe

Die kecke Aussage des Holländers kam bei der Familie Ronaldo nicht gut an. Seine beiden Schwestern gifteten auf Instagram wütend zurück. Katia Aveiro schrieb: «Ich denke, es gibt Menschen, die völlig frustriert und unrealistisch leben! ... Lieber Virgil, wohin du gehst, ist Cristiano Ronaldo schon tausendmal gegangen». Und Elma Aveiro kritisiert: «Die Wahl von Messi ist auf persönlicher Ebene erfolgt, niemals professionell.» Und spricht sogar von «Fussball-Mafia».

Frauenpower bei der Familie Ronaldo. Seine Schwestern Katia (links) und Elma (neben Mutter Maria) verteidigen ihren Bruder.
Bild: Getty

Van Dijk klärt auf

Auch Ronaldo-Fan und Journalist Piers Morgan kritisierte van Dijk für dessen Aussagen. Doch dieser kontert auf Twitter persönlich und stellt klar, dass es nur ein Witz gewesen sei.

Tatsächlich meinte der 28-Jährige im gleichen Interview: «Es war ein erstaunliches Jahr, aber es gibt ein paar Spieler, die ein wenig unnatürlich sind. Ich war nah dran, aber es gab halt jemanden, der ein wenig besser war. Ich bin sehr stolz auf das, was ich im letzten Jahr mit Liverpool und Holland erreicht habe, und hoffentlich können wir das in diesem Jahr wieder tun. Aber das wird schwierig mit all den Jungs hier.»

Drogba entschuldigt sich bei Mbappé

Didier Drogba gestand: «Vor zehn Jahren kam nach dem Champions-League-Halbfinal zwischen Chelsea und Barcelona ein Kind zu mir und wollte ein Foto. An diesem Tag sagte ich Nein, weil der Schiedsrichter das Spiel verpfiff. Später habe ich dann mitbekommen, dass der Junge Kylian Mbappé war. Ich will nun meine Schulden begleichen.» Gesagt, getan.

Notabene mit einem iPhone 6 (kam 2014 auf den Markt), wofür er viel Lob in den sozialen Medien kassierte.

Lewandowski nur auf Rang 8

Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski landete nur auf dem achten Rang. Für viele Fussball-Kenner wurde der 31-Jährige damit klar unter Wert geschlagen. Der Pole bleibt jedoch gelassen: «Ich hatte keine höhere Platzierung erwartet. Ich glaube, dass sich das, was ich in dieser Saison mache, im nächsten Jahr auszahlen wird (...) Ich bin sehr froh, dass ich überhaupt hier sein kann.» 

Der einzige Bundesliga-Nominierte wurde auch gefragt, was es braucht, damit er weiter oben landet: «Ich muss nächstes Jahr noch etwas mehr leisten», meint Lewa bescheiden. Dies wird schwierig umzusetzen: Stolze 62 Treffer erzielte er seit der letzten Ballon-d'Or-Wahl.

Robert Lewandowski mit Liverpool Allison, dem besten Goalie des Jahres.
Bild: Getty
Zurück zur StartseiteZurück zum Sport

Weitere Artikel