Neymar überzeugt bisher bei Santos. Beim 3:0-Sieg gegen Inter Limeira ist er an allen drei Treffern direkt beteiligt. Trainer Pedro Caixinha sieht den Brasilianer bereits als Anführer der Nationalmannschaft.
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- Bei Santos wurde Neymar ausgebildet, in Europa stieg er zum Weltstar auf. Nach der Vertragsauflösung in Saudi-Arabien spielte er nun erstmals wieder in der Heimat.
- In Santos kommt der 33-Jährige nach seiner langen Verletzungspause immer mehr in Schwung.
- Gegen Inter Limeira trifft er direkt nach einer Ecke. Der trickreiche Angreifer liebäugelt auch mit einem Comeback in der Nationalmannschaft. Für Santos-Coach Caixinh könnte Ney die Geschichte von Lionel Messi wiederholen, der Argentinien zum WM-Triumph führte.
Neymar debütierte Anfang Februar für seinen Jugendverein FC Santos. «Ich brauche mehr Spielzeit, mehr Spiele», erläuterte der 33-Jährige nach seinem Comeback und führte aus. «In drei, vier Spielen werde ich viel besser sein».
Der Stürmerstar absolvierte am Sonntag gegen Viertligist Inter Limeira sein sechstes Pflichtspiel. Und beim abschliessenden Vorrundenspiel der Campeonato Paulista (Staatsmeisterschaft von São Paulo – d. Red.) brillierte der Brasilianer mit drei Scorerpunkten – darunter eine direkt verwandelte Ecke.
«Das ist zweimal passiert. Ich wollte eine Ecke ausführen, sie provozierten mich und ich bat sie, lauter zu singen. Und ich habe den ersten Assist gegeben. Beim zweiten Mal, als ich die Ecke ausführen wollte, haben sie es wieder gesagt, und ich dachte mir: Jetzt schiesse ich ein Tor. Ich habe einen tollen Schuss abgegeben und mein erstes Gol Olímpico geschossen», meinte Neymar, der nach dem Treffer sogar Applaus der gegnerischen Fans erntete, nach dem Abpfiff bei «CazéTV» (via «transfermarkt.de»).
Neymar war Anfang Jahr bei Al-Hilal aussortiert worden. Ein Kreuzbandriss im linken Knie und anschliessend eine erneute Pause wegen Oberschenkelbeschwerden trugen ihren Teil zum Aus bei.
Schon mehr Minuten gespielt als in Saudi-Arabien
Für den saudischen Klub stand er insgesamt nur 428 Minuten im Einsatz (in sieben Spielen ein Tor und drei Assists). Von seinem Ex-Trainer Jorge Jesus war Neymar kritisiert worden. «Der Platz ist der einzige Ort, an dem ich mich gegen diese Kritik und diese Kommentare verteidigen kann», hielt Neymar danach fest.
Nun hat der Spektakel-Spieler für Santos schon 432 Minuten in den Beinen – also mehr als in eineinhalb Jahren in der Wüste. Mit tollen Leistungen für Santos könnte der 128-fache Nationalspieler auch wieder für die Seleção interessant werden.
«Natürlich möchte jeder Spieler sein Land und seine Farben verteidigen. Für mich war es immer eine grosse Ehre, ich habe immer das Maximum, ich habe immer 100 Prozent für die brasilianische Nationalmannschaft gegeben. Das ist der Ort, an dem ich am liebsten bin. Ich mag es, Brasilien und das brasilianische Volk zu repräsentieren», sagte der Rekordtorschütze (79 Tore).
«Sollte ich jemals die Chance bekommen, in die brasilianische Nationalmannschaft zurückzukehren, würde ich mich sehr freuen.» Neymar, der immer noch den Rekord für die höchste Ablösesumme (222 Millionen Euro zahlte PSG 2017 an Barcelona) hält, erhält dabei Unterstürzung von Santos-Trainer Pedro Caixinh.
Santos-Coach: Neymar kann Brasilien zum WM-Titel führen
«Neymar ist als Mensch ein Genie, ein Genie des Fussballs. Aber er ist ein sehr bescheidener Mensch und für Leute, die ihn nicht kennen, so wie es bei mir der Fall war, ist die Beziehung zu ihm einfach. Er will gewinnen und sich messen. Und später kann er Brasilien bei seiner möglicherweise letzten Weltmeisterschaft helfen», findet Caixinh. «Ich erinnere mich an die Geschichte, die Argentinien mit seinem guten Freund Lionel Messi gemacht hat. Sie haben es sich mit Messi zur Aufgabe gemacht, Weltmeister zu werden. Dass Messi Weltmeister wird.»
Caixinh weiter: «Ich denke, dass ganz Brasilien das tun sollte. Unsere tägliche Aufgabe ist es, ihm zu helfen, zu wachsen und sich sicher zu fühlen. Dass er sich glücklich fühlt, die Spiele zu spielen, den Gegnern einen Stempel aufzudrücken und dass er diese Freiheit hat. All das muss er haben und wenn er es hier findet, wird er es sicher auch in der brasilianischen Nationalmannschaft finden. Wenn er es hier und mit Brasilien findet, dann würde ich sagen, dass einiges passieren kann.»