Yakin: «Ich hatte mit ihm geplant» Okafor wäre nach 16 Monaten zur Nati zurückgekehrt, aber …

Jan Arnet

19.3.2026

Yakin über Okafor: «Ich hatte mit ihm geplant, leider ist er verletzt»

Yakin über Okafor: «Ich hatte mit ihm geplant, leider ist er verletzt»

19.03.2026

Im November beschwerte sich Noah Okafor öffentlich über sein wiederholtes Fernbleiben von der Nati. Nachdem es eine Aussprache zwischen dem Leeds-Stürmer und Murat Yakin gegeben hat, wäre Okafor jetzt zur Nati zurückgekehrt. Eine Verletzung verhindert dies aber.

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Jan Arnet, Jüri Christen

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Noah Okafor wartet seit November 2024 auf ein Nati-Aufgebot.
  • Auch beim letzten Zusammenzug vor der WM ist der Leeds-Stürmer nicht dabei. Allerdings wegen einer Verletzung, wie Nati-Trainer Murat Yakin erklärt.
  • Das Tischtuch zwischen Okafor und Yakin schien zerschnitten, vor einigen Wochen gab es aber ein klärendes Gespräch. «Wir bleiben in Kontakt, er ist auf gutem Weg», sagt der Nati-Coach.

Fast jeder Schweizer Nationalspieler und Nati-Fan blickt gerne auf die EM 2024 zurück. Noah Okafor gehört nicht dazu. Er war zwar dabei, als die Nati in Deutschland für Furore sorgte und sich im Viertelfinal England erst im Penaltyschiessen geschlagen geben musste. Gespielt hat er aber nicht – keine Sekunde. Darüber soll er sich schon während des Turniers beschwert haben, fehlender Teamgedanke wurde Ofakor unterstellt.

Die Folge: Seit der EM verzichtete Yakin auf die Dienste des Stürmers – mit Ausnahme von zwei Spielen in der Nations League im Herbst 2024. Das Tischtuch schien zerschnitten.

Im November des letzten Jahres machte Okafor – mittlerweile bei Premier-League-Klub Leeds United Stammspieler – seinem Ärger Luft und sagte in einem Interview, dass er sehr enttäuscht darüber sei, wie Yakin und Nati-Direktor Pierluigi Tami mit ihm umgegangen seien. «Es macht mich traurig, weil sie mir nicht einmal eine SMS schicken oder mich anrufen, um zu fragen, wie es mir geht», sagte er.

Murat Yakin im Gespräch mit Noah Okafor. An der WM könnte der Stürmer wieder ein Faktor für die Nati sein.
Murat Yakin im Gespräch mit Noah Okafor. An der WM könnte der Stürmer wieder ein Faktor für die Nati sein.
Keystone

In der Folge kritisierte Tami zwar die öffentlichen Aussagen des 25-Jährigen, doch im Februar kam es zur Wende: Gemeinsam mit Murat Yakin besuchte der Nati-Direktor Okafor in England. «Wir hatten ein ehrliches, klärendes und konstruktives Gespräch. Das ist eine gute Basis für eine mögliche Rückkehr Noahs ins Nationalteam», sagte Tami zu blue Sport.

WM-Zug noch nicht abgefahren

Beim letzten Zusammenzug vor der WM im Sommer wäre Okafor auch tatsächlich wieder dabei gewesen, wie Yakin am Donnerstag bei der Kaderbekanntgabe verrät. «Ich hatte mit ihm geplant, leider ist er aber seit einigen Wochen verletzt», erklärt der Nati-Coach.

Zum klärenden Gespräch im Februar sagt Yakin: «Es war sehr positiv, offen und ehrlich. Die öffentlichen Aussagen waren etwas unglücklich, aber ich bewerte die Spieler nach ihren Leistungen auf dem Platz. Und das, was ich beim Spiel gesehen habe (Okafor schoss beim 3:1-Sieg gegen Nottingham ein Tor), war sehr gut.»

Eine Oberschenkelverletzung verhindert nun, dass sich der Basler in den Testspielen gegen Deutschland (27. März) und Norwegen (31. März) wieder im Nati-Trikot präsentieren darf. Der WM-Zug ist für den Leeds-Stürmer aber längst nicht abgefahren. Yakin: «Wir bleiben im Austausch, er ist auf gutem Weg. Hoffentlich ist er bald wieder fit, dann ist er auch ein Faktor für die Weltmeisterschaft.»

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