SFV pocht nach Petkovic-Gerüchten auf laufenden Vertrag

SDA

26.7.2021 - 05:59

Applaus trotz Niederlage: Vladimir Petkovic ist stolz auf seine Spieler
Verabschiedet sich Vladimir Petkovic Richtung Frankreich?
Bild: Keystone

Die Schweizer Nationalmannschaft könnte nach dem erfolgreichen Abschneiden an der EM Trainer Vladimir Petkovic verlieren. Der 57-jährige Tessiner steht vor einem Wechsel zu Girondins Bordeaux.

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26.7.2021 - 05:59

Laut der französischen Sportzeitung «L'Equipe» steht praktisch fest, dass Petkovic beim Zwölften der abgelaufenen Ligue-1-Saison mit dem Schweizer Verteidiger Loris Benito die Nachfolge von Jean-Louis Gasset antreten wird. Man stehe kurz vor einer Einigung.

Petkovics Berater Vinicio Fioranelli bestätigte gegenüber dem «Blick» das Angebot, aufgrund dessen der Nationaltrainer beim Verband um die Auflösung seines noch im Fall einer Qualifikation für die WM in Katar bis Ende 2022 gültigen Vertrages gebeten haben soll. Mit Bordeaux soll sich Petkovic auf einen Dreijahresvertrag geeinigt haben.

In einem Statement auf Twitter pocht die Schweizer Nationalmannschaft auf den laufenden Vertrag des 57-Jährigen, bestätigt aber das Interesse aus Frankreich.



Vladimir Petkovic schwört die Schweizer Nati im Spiel gegen Spanien in der Verlängerung ein.
Bild: KEYSTONE

Erfolgreichster Nati-Trainer

Petkovic trat seinen Posten beim SFV nach der WM 2014 als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld an. Er ist der erfolgreichste Schweizer Nationaltrainer der Geschichte und führte die SFV-Auswahl vor wenigen Wochen an der EM dank eines Erfolgs im Penaltyschiessen gegen Weltmeister Frankreich im Achtelfinal erstmals seit 1954 wieder in einen Viertelfinal. Auch an der EM 2016 und an der WM 2018 hatte die Schweiz die K.o.-Phase erreicht, war aber jeweils im Achtelfinal gescheitert.

Vor seinem Wechsel zum SFV hatte Petkovic vom Sommer 2012 bis Ende 2013 Lazio Rom trainiert, mit dem er 2013 den italienischen Cup gewann. Zuvor war der in Sarajevo geborene Petkovic unter anderen bei der AC Bellinzona, den Young Boys und Sion tätig. Dazwischen hatte er auch ein halbes Jahr in der Türkei bei Samsunspor gearbeitet.

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