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Cristiano Ronaldo kommt gegen DR Kongo zu zwei Abschlüssen und 25 Ballkontakten.
KEYSTONE
Cristiano Ronaldo setzt beim 1:1 gegen DR Kongo keine Akzente. Der Portugiese spielt durch und kommt dabei zu 25 Ballkontakten. Trainer Roberto Martinez stellt sich hinter den Superstar.
Lionel Messi, Kylian Mbappé, Harry Kane und Erling Haaland starten bärenstark in die WM-Kampagne. Der Argentinier schiesst Algerien mit einem Hattrick im Alleingang ab, die Superstürmer aus Frankreich, England und Norwegen treffen doppelt.
Ein ganz grosser Offensivmann bleibt beim ersten Spiel in Nordamerika aber blass: Cristiano Ronaldo. Beim 1:1 gegen DR Kongo setzt «CR7» keine Akzente. Zweimal kommt er vor dem gegnerischen Tor zum Abschluss, setzt die Kugel dabei neben das Tor.
Ronaldo, der mit 41 Jahren zum ältesten Startelf-Spieler an einer WM wurde, ist mehr Zuschauer als Akteur selbst: 90 Minuten, 25 Ballkontakte, null Tore. «Es war nicht der Start, den wir uns erhofft hatten, aber das ist noch lange nicht das Ende. Kopf hoch und Fokus auf das nächste Spiel», schreibt Ronaldo nach dem Spiel in den sozialen Medien.
Trotz geringem Spieleinfluss verzichtet Trainer Roberto Martínez auf eine Auswechslung von Ronaldo und stellt sich nach der Partie hinter seinen Spieler (via Fabrizio Romano): «Es hätte überhaupt keinen Sinn ergeben, Cristiano Ronaldo vom Platz zu nehmen. Wir waren auf der Suche nach einem Tor, und Ronaldo ist schliesslich der erfolgreichste Torschütze der Fussballgeschichte.»
Während Ronaldo durchspielte sass Knipser João Félix über die volle Dauer auf der Bank – ganz zum Unverständnis des ehemaligen Portugal-Kickers Ricardo Quaresma: «Sag deinem Trainer, er soll dich öfter spielen lassen – dann gewinnen wir vielleicht das nächste Spiel», richtete der 80-fache Internationale seine Worte an Landsmann Félix.
Der Einfluss von Cristiano Ronaldo auf die portugiesische Mannschaft ist umstritten. Seit zehn Spielen ist er an grossen Turnieren bisher ohne Torerfolg. Zuletzt traf er an der WM 2022 in Katar beim ersten Gruppenspiel gegen Ghana vom Penaltypunkt. An der Euro 2024 in Deutschland blieb er ohne Treffer.
Anders sah sein Einfluss in der vergangenen WM-Quali und in der Nations League aus: Dort war er mit fünf, respektive acht Treffern Portugals bester Torschütze.
Geschichte hin oder her: Tore fallen in der Gegenwart – und diese will Cristiano Ronaldo selbstredend erzielen. Am kommenden Dienstag steht der Europameister von 2016 vor der nächsten vermeintlichen Pflichtaufgabe. Dann steht WM-Neuling Usbekistan auf dem Programm.