PSG und Barça gucken in die Röhre – so trickste Real die Konkurrenz aus

15.6.2019 - 12:28, lbe

Real Madrid nutzt die Gelegenheit und stattet das japanische Talent Takefusa Kubo (links) mit einem Fünfjahresvertrag aus.
Bilder: Getty

Obwohl auch in Paris und Barcelona Interesse bestand, sichert sich Real Madrid ablösefrei die Dienste von Takefusa Kubo. Die Königlichen sollen dabei von einer Fehlinformation profitiert haben.

Mit den Verpflichtungen von Hazard, Jovic, Militao, Rodrygo und Mendy hat Real Madrid in der laufenden Transferperiode bereits mehr als 300 Millionen in neues Personal investiert, abgeschlossen ist die Einkaufstour allerdings noch nicht. Am Freitag präsentierte der spanische Rekordmeister mit dem Japaner Takefusa Kubo seinen jüngsten Neuzuzug.



Im Vergleich zu den vorangegangenen Transfers mussten die Königlichen für den «japanischen Messi» allerdings weit weniger tief in die Tasche greifen – gemäss der «Marca» lief der Vertrag des 18-Jährigen am 1. Juni aus, sodass ihn die Königlichen ablösefrei verpflichten konnten.

Die spanische Zeitung schreibt weiter, dass die Königlichen den Japaner nur dank einer Fehlinformation des Onlineportals «Transfermarkt» so einfach an Bord holen konnten. Auf diesem war nämlich von einer Vertragslänge beim FC Tokyo bis zum 31. Januar 2020 die Rede. Weil der Kontrakt in diesem Fall noch sieben Monate gelaufen wäre, wären für eine Verpflichtung Verhandlungen mit Kubos Arbeitgeber nötig geworden. Wie auch in Europa üblich darf ein Spieler erst sechs Monate vor dem Vertragsende direkt kontaktiert werden.

«Transfermarkt» bestätigt: Vertrag bereits abgelaufen 

Genau deshalb sollen Paris Saint-Germain wie auch der FC Barcelona, für den Kubo in Vergangenheit übrigens bereis gespielt hat, gezögert und in Erwägung gezogen haben, den Zeitpunkt abzuwarten, um direkt mit dem Spieler in Kontakt treten zu können.

Kubo spielte für Barça auch gegen Liverpool – immerhin gewann er damals mit seinem Team 5:0.
Bild: Getty

In Tat und Wahrheit lief Kubos Vertrag in Tokyo allerdings bereits am letzten Spieltag am 4. Juni ab – und nicht wie in Japan üblich erst Ende Januar. Da sich aber nur Real der wahren Vertragsdauer bewusst war, kamen die Königlichen der Konkurrenz zuvor und offerierten dem Mittelfeldspieler einen Fünfjahresvertrag. Kubo soll zunächst in der zweiten Mannschaft der Madrilenen zum Einsatz kommen.

Das Portal «Transfermarkt» übrigens vermeldete inzwischen, dass die zuerst angegeben Vertragsdauer falsch gewesen sei und berichtigte auf Grundlage von japanischen Medien, dass der Kontrakt mit dem FC Tokyo tatsächlich am 1. Juni ausgelaufen sei.

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