Rassismus-Eklat um Schalke-Boss Tönnies 

3.8.2019 - 11:08, dpa

Schalke-Aufsichtsratschefs Clemens Tönniessorgt für (Negativ-)Schlagzeilen.
Bild: Getty

Seine Aussagen beim einem Tag des Handwerks über die beste Hilfe für «die Afrikaner» wurden heftig kritisiert. Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies bedauert nun seine Worte.

Der Fleischproduzent und Schalke- 04-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat sich für eine Äusserung über den angeblichen Zusammenhang von Energieversorgung, Klimawandel und Überbevölkerung in Afrika entschuldigt. Der 63-jährige Unternehmer hatte nach einem Bericht der Zeitung «Neue Westfälische» beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. «Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren», sagte Tönnies.

Diese Äusserung nahm er nun zurück. «Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des FC Schalke 04 stehe ich 1000-prozentig hinter unseren Vereinswerten. Dazu gehört der Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung», stellte Tönnies im Internetportal des Clubs fest. Für seine Aussage wolle er sich entschuldigen. «Sie war falsch, unüberlegt und gedankenlos und entsprach in keiner Weise unserem Leitbild. Es tut mir sehr leid», fügte er hinzu.

«Ich möchte meine Aussage zum Thema Auswirkungen beim Klimawandel richtigstellen. Ich stehe als Unternehmer für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein. Meine Aussage zum Kinderreichtum in afrikanischen Ländern tun mir leid. Das war im Inhalt und Form unangebracht und falsch», ließ Tönnies per Twitter und über einen Unternehmenssprecher mitteilen. Tönnies ist Mitgesellschafter beim größten deutschen Schlachtbetrieb gleichen Namens.

Bei Twitter sorgten die Äusserungen über «die Afrikaner» für heftige Reaktionen. 

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