Steffen mit Kampfansage an Akanji: «Timing fast wichtiger als die Grösse»

SB10

22.5.2020 - 14:10

Renato Steffen ist bereits wieder in beneidenswerter Form.
Bild: Getty

Renato Steffen konnte seine tolle Form beim VfL Wolfsburg konservieren. Am Samstag will er seinen Höhenflug auch gegen Borussia Dortmund unter Beweis stellen. Und seinem Kumpel Manuel Akanji das Leben schwer machen – dank seiner neuen Kopfballstärke. 

Renato Steffen markierte beim Restart der Bundesliga mit einem sehenswerten Kopfball das 1:0 für Wolfsburg beim 2:1-Erfolg gegen Augsburg. Für den nur 1,70 Meter grossen Flügelflitzer war es bereits der fünfte Treffer in der Rückrunde, schon der dritte per Kopf. «Die Grösse ist sicher ein Nachteil. Aber ich gehe gerne in einen Kopfball, tat ich schon immer gern. Zudem ist das richtige Timing fast wichtiger als die Grösse», meint Steffen gegenüber «Blick».

Die Vorfreude beim Aarauer war gross: «Es ist gut, dass wir uns wieder etwas bewegen. Irgendwann fällt dir sonst die Decke auf den Kopf», so der Aargauer vor dem Trainingsstart. Keine Ablenkungsgefahr waren dabei die sozialen Medien. Seit gut einem Jahr lebt Steffen ohne Instagram und Co. Die Zeit nutze er lieber, einen Kuchen mit seiner Frau zu backen oder etwas zu kochen, so der Familienvater.

Den Lockdown hat er so offenbar optimal nutzen können: «Während der Pause habe ich versucht, meine Lockerheit beizubehalten, trainieren und arbeiten und nicht zu fest am Fussball herum zu studieren. Das scheint mir gelungen zu sein», sagt Steffen.



Bärenstarkes Schweizer Duo 

In der Tat hat Steffen, der in der Hinrunde kein einziges Mal traf, derzeit einen Lauf und ist 2020 der Toptorjäger bei den Wölfen. Dabei musste der 28-Jährige vor dem Unterbruch wegen diverser verletzter Teamkollegen überall aushelfen, auch als Rechtsverteidiger lief der Linksfüsser schon auf.

«Ich habe ein bisschen gebraucht, den Spass am Verteidigen zu finden. Meine Lieblingsposition bleibt aber vorne. Ich glaube, da kann ich der Mannschaft am meisten helfen», hält er fest. «Die Position auf der Aussenbahn habe ich voll und ganz verinnerlicht. Auf den Seiten fühle ich mich zu Hause.»

Auf der rechten Seite harmoniert er ausgezeichnet mit Kevin Mbabu: «Wir verstehen uns beinahe blind», meint die «Rasta-Rakete, der mit seiner Vorlage zum Siegtreffer in Augsburg nach einem tollen Solo ebenfalls einer der Gewinner war.



Am nächsten Samstag empfängt Wolfsburg mit Borussia Dortmund einen schweren Brocken. Dabei treffen Steffen, Mbabu und Mehmedi auf ihre Landsmänner Bürki, Hitz und Akanji. Nicht dabei beim Geisterspiel sind dabei die Fans, welche ihm «natürlich fehlen würden». Trotzdem liebe er einfach das Fussballspielen, so der zehnfache Nationalspieler.

Vor allem auf das Duell mit seinem ehemaligen FCB-Kumpel Manuel Akanji freut er sich und warnt den 17 Zentimeter grösseren Verteidiger vor seiner neuen Kopfball-Stärke: «Zählen Sie mal seine Kopf-Tore in dieser Saison ...»

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