Real sucht Ronaldo-Nachfolger: Neymar, Hazard oder Mbappé?

11.7.2018 - 09:18, jar

Cristiano Ronaldo verlässt Real Madrid Richtung Turin.
Keystone

Der Transfer-Hammer des Sommers ist perfekt: Cristiano Ronaldo wechselt zu Juventus Turin. Und er bringt den Transfermarkt damit so richtig ins Rollen. Dass Real Madrid einen hochkarätigen Ersatzmann holt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Eigentlich kommen nur drei Namen in Frage.

Die Spekulationen häuften sich in den letzten Tagen gewaltig, doch so richtig daran glauben, dass Cristiano Ronaldo Real Madrid wirklich verlassen wird, konnten wohl die Wenigsten. CR7 und die Königlichen – eine Liebesbeziehung seit dem Wechsel im Jahr 2009.

Damals kam der Portugiese für die Rekordablöse von 94 Millionen Euro von Manchester United nach Spanien. Viele schüttelten den Kopf und fragten sich, welcher Spieler denn so viel Geld wert ist. Neun Jahre später weiss man: Real hat mit Ronaldo das beste Geschäft in der Geschichte des Klubfussballs gemacht. 450 Tore in 438 Spielen geschossen, 15 Trophäen geholt – darunter vier Mal die Champions League. Jetzt verlässt der fünfmalige Weltfussballer den Klub für eine noch höhere Ablösesumme: 117 Millionen Euro zahlt Juve gemäss «Transfermarkt» für den 33-Jährigen.

Nach Ronaldos Abgang braucht Real einen neuen Superstar. Nicht nur dank der CR7-Millionen ist die Kriegskasse gefüllt. In den letzten beiden Jahren haben die Madrilenen weit mehr Geld eingenommen als ausgegeben.

Real, vor einem paar Jahren noch der Klub für die Rekordtransfers, betrieb seit Zinedine Zidanes Übernahme als Chefcoach eine andere Transferpolitik. Junge Spieler ohne klingende Namen wurden geholt, Superstars hatte man genug. Marco Asensio etwa kam 2015 als 19-Jähriger für läppische 3,5 Millionen Euro. Für das 18-jährige Stürmertalent Vinícius Júnior wurden jetzt 45 Millionen nach Brasilien überwiesen. 

Neymar, Mbappé oder Hazard?

Der letzte echte Superstar-Transfer ist schon vier Jahre her: James Rodriguez kam damals für 75 Millionen aus Monaco. Zum letzten Mal den Transferrekord gebrochen haben die Königlichen im Jahr 2013, als Gareth Bale für 101 Mio. verpflichtet wurde. Jetzt ist es wieder Zeit für einen Blockbuster-Transfer, Real wird für den Ronaldo-Nachfolger viel Geld in die Hand nehmen. Und eigentlich kommen nur drei Spieler dafür in Frage.

Neymar: 222 Millionen zahlte PSG vor einem Jahr für den brasilianischen Edeltechniker. Mit einem grossen Hype wurde Neymar in Paris empfangen, mittlerweile soll sich der 26-Jährige in Frankreich aber schon nicht mehr wohl fühlen. Auch, weil er von den eigenen Fans schon ausgepfiffen wurde. Spanischen Medien zufolge soll Real schon Kontakt zu Neymar aufgenommen haben. Obwohl der Brasilianer bei PSG noch einen Vertrag bis 2022 hat, scheint ein Abgang nicht unmöglich – auch wenn der Präsident etwas anderes behauptet. Die Pariser sind wegen des Financial Fairplay in diesem Sommer ohnehin auf Spielerverkäufe angewiesen.

Neymar könnte PSG bereits wieder verlassen.
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Kylian Mbappé: Vergangene Woche machte das Gerücht die Runde, dass Real sich schon mit PSG über den Tranfer von Kylian Mbappé geeinigt habe. Sagenhafte 272 Millionen Euro sollen geboten worden sein, Real dementierte aber offiziell: «Diese Informationen sind völlig falsch.» Bestätigt ist allerdings, dass Madrid vor einem Jahr Mbappé für 180 Millionen aus Monaco holen wollte. Der 19-Jährige entschied sich aber für einen Verbleib in der Ligue 1 und wechselte zu PSG. Vielleicht auch, weil er in Paris sowas wie eine Stammplatz-Garantie hatte. Diese hätte er nun wohl auch bei Real. Dass Mbappé als Kind ein grosser Ronaldo-Fan war, ist kein Geheimnis. Möglich, dass er nun gerne in die Fussstapfen seines Vorbilds treten würde. Ob PSG bereit ist, den Shootingstar der WM schon wieder abzugeben, ist die andere Frage.

Der Shootingstar schlechthin: Kylian Mbappé.
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Eden Hazard: Die besten Chancen als Ronaldo-Nachfolger hat wohl Chelsea-Star Hazard. Der 27-Jährige wurde in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem spanischen Rekordmeister in Verbindung gebracht, jetzt spricht vieles für einen Transfer. Sein Vertrag in London läuft noch bis 2020. Für Chelsea kommt nun die letzte Chance, um mit dem Belgier noch richtig viel Geld zu machen. Hazard scheint alles andere als abgeneigt zu sein. «Madrid könnte mich interessieren, jeder weiss das. Wenn sie mich kaufen wollen, wissen sie, was zu tun ist», wurde der Flügelstürmer im Juni zitiert. Vor wenigen Tagen legte er bei «beIN Sports» nach: «Madrid lässt jeden träumen, das Real-Trikot ist besonders.»

Zieht es Eden Hazard jetzt endlich zu Real?
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Man könnte natürlich noch mehr Namen aufzählen. Tottenhams Harry Kane, Bayerns Robert Lewandowski oder Mauro Icardi von Inter Mailand etwa sollen auch immer wieder ein Thema bei Real sein. Sie sind aber eher mögliche Ersatzmänner für Mittelstürmer Karim Benzema. Vorstellbar ist durchaus, dass Real in diesem Sommer in die totale Offensive geht und gleich zwei absolute Top-Stars verpflichtet.


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