«Sofort an den Pranger stellen» So hat sich Ex-Fussballprofi Ridge Munsy gegen Rassisten gewehrt

Patrick Lämmle

29.3.2025

Ex-Fussballprofi Ridge Munsy spricht über Rassismus-Vorfälle

Ex-Fussballprofi Ridge Munsy spricht über Rassismus-Vorfälle

Der ehemalige Profifussballer Ridge Munsy spricht bei blue Sport anlässlich der Aktionswoche gegen Rassismus über seine eigenen Erfahrungen mit dem leidigen Thema.

28.03.2025

Der ehemalige Profifussballer Ridge Munsy spricht bei blue Sport anlässlich der Aktionswoche gegen Rassismus über seine eigenen Erfahrungen mit dem leidigen Thema.

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Patrick Lämmle, Chris Augsburger

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • In diesen Tagen setzen die Swiss Football League und auch die Klubs der höchsten Spielklassen ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung.
  • Ex-Profi Ridge Munsy weiss, wie es sich anfühlt, rassistisch beleidigt zu werden. Im Interview mit blue Sport erklärt er, dass er die Täter immer sogleich an den Pranger gestellt habe.
  • Für Munsy ist klar, dass solche Kampagnen wichtig sind. Der grösste Fehler den machen könne, sei es, zu schweigen.

Ridge Munsy sagt im Interview mit blue Sport, dass er in der Schweiz nicht viele negative Erfahrungen gemacht habe mit Rassismus. Dass die Swiss Football League und die 22 Klubs der Credit Suisse Super League und der dieci Challenge League anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus (17.-30. März) ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Vielfalt setzen, begrüsst der 35-Jährige aber sehr wohl. «Für solche Kampagnen habe ich mich immer starkgemacht. Ich finde es hervorragend, dass wir dort ein Zeichen setzen.»

Ridge Munsy: «Sicher nicht schweigen»

In Deutschland habe er aber durchaus einige schlechte Erfahrungen gemacht. «Rassistisch beleidigt zu werden, nachdem man ein Tor schiesst oder vielleicht mal ein Tor nicht macht, ist eigentlich wirklich traurig. Ich habe das immer gleich bekämpft, indem ich die Leute an den Pranger gestellt habe.» Es sei einfach, sich hinter dem Handy zu verstecken und so Aussagen zu treffen, deshalb habe er auch reagiert: «Irgendwann haben sie verstanden, dass ich die falsche Person bin, um so Sachen zu machen.» Es habe deshalb auch relativ rasch wieder aufgehört.

Was würde er einem jungen Spieler raten, der mit Hass und Diskriminierung konfrontiert wird? «Sicher nicht schweigen», sagt Munsy, denn nur wenn man sich dagegen zur Wehr setze, könne man etwas verändern. Umso wichtiger seien solche Kampagnen. Was ihm «sehr viel Kraft» gegeben habe, sei die Unterstützung der Mitspieler gewesen oder wenn der Verein nach solchen Vorfällen ein Statement abgibt und sich so klar hinter den Spieler stellt.

Gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Rassismus

Rund um die Internationalen Wochen gegen Rassismus (17.-30. März) wollen die Swiss Football League und die 22 Klubs der Credit Suisse Super League und der dieci Challenge League ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Vielfalt setzen.

Schweizer Fussball gegen Diskriminierung

Schweizer Fussball gegen Diskriminierung

Rund um die Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen die SFL und die 22 Klubs der Super League und der Challenge League ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Vielfalt – und gegen jede Form von Diskriminierung.

28.03.2025

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