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Rolf Fringer redet nach Platzverweis gegen Embolo Klartext
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«Eine Schweinerei!»

Rolf Fringer redet nach Platzverweis gegen Embolo Klartext

06:25

Die Gelb-Rote Karte gegen Breel Embolo im WM-Viertelfinal der Schweizer Nati gegen Argentinien schlägt hohe Wellen. Die Szene geht auch an Rolf Fringer nicht spurlos vorbei. Im Gespräch mit blue Sport redet er Klartext.

Manuel Rupp
Andreas Lunghi

Manuel Rupp, Andreas Lunghi

12.07.2026, 15:07•12.07.2026, 15:09

«Mit jeder Stunde, die vergeht, rege ich mich noch mehr auf», sagt Experte Rolf Fringer im Gespräch mit blue Sport. Die Niederlage der Schweizer Nati gegen Argentinien und die Szene rund um Breel Embolo hallen beim 69-Jährigen nach, obwohl er nach dem Spiel ein paar Stunden drüberschlafen konnte.

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Heftige Debatte

Darf der VAR bei Embolos Schwalbe überhaupt eingreifen?

«Je mehr man nüchtern über diese Regelung nachdenkt, desto schlimmer wird es. In so einem Spiel, bei so einer Gelegenheit die Partie mit einer solchen Massnahme verfälschen, da jagt es einem den Hut», nervt sich Fringer über den VAR-Entscheid, durch den die Gelbe Karte nicht an Paredes, sondern wegen einer Schwalbe an Embolo ging.

Embolo hätte sich bewusst sein sollen, dass er bereits verwarnt wurde und eine Schwalbe die zweite Gelbe nach sich ziehen würde. Der ehemalige Nati-Coach betont aber: «Embolo wurde schon das ganze Turnier malträtiert und auch von den Argentiniern. Diese haben 90 Minuten lang keine Gelbe Karte gesehen, teilen aber grauenhaft aus. Dann im Gesamtkontext von dem, was passiert ist, spitzfindig eine neue Regelung durchsetzen – da hat der VAR null Fingerspitzengefühl gezeigt.»

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«Embolo ist am Boden zerstört»

Murat Yakin tobt gegen den Schiri

Es sei für ihn eine «Oberlehrer-Entscheidung», die nicht in den Gesamtkontext des Spiels reinpasse. «Es ist eine Schweinerei. Es ist kein Freundschaftsspiel oder die Nations League, die niemanden interessiert. Es ist ein WM-Viertelfinal, in dem man den Weltmeister hätte packen können», teilt der 69-Jährige weiter aus.

«Embolo kennt die Tragweite der Konsequenzen»

Dass die Schweiz gegen Argentinien eine Chance hatte, weiss auch Breel Embolo, der nach der Szene in der 72. Minute mit Tränen in den Augen in die Kabine verschwindet. «Er wird zu Tode betrübt sein, denn er kennt die Tragweite der Konsequenzen. (...) Er hat sich wahrscheinlich gedacht, er hole sich gegen die knallharten Verteidiger mal was raus. Er wollte ja nicht einen Penalty oder einen Freistoss aus 20 Metern erzwingen. Er war an der Seitenlinie beim Einwurf. Das ist kein Verhältnis zur Strafe», nervt sich Fringer.

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«Purer Wahnsinn»

So reagiert das Netz auf den Platzverweis gegen Breel Embolo

Die Mannschaft werde Embolo nicht als Schuldigen darstellen, ist sich der 69-Jährige sicher. «Das kann passieren. (...) Es ist mehr ein Witz, eine neue Regelung in dieser Situation anzuwenden, als dass man irgendwo böse auf Embolo ist.»

Auf das Turnier darf die Nati in den Augen von Fringer dennoch stolz sein. Der Staff habe grandiose Arbeit geleistet und Murat Yakin habe bewiesen, dass er ein guter Trainer ist. «Sie haben bewiesen, dass sie nicht eine Schweizer Mannschaft von früher sind mit ehrenvollen Niederlagen. Sondern in dieser Truppe ist eine Winner-Mentalität vorhanden. Es hat viele Persönlichkeiten und das tut der ganzen Schweiz gut.»

00:45

Böni: «Auf diese Mannschaft kann man nur stolz sein»

Die WM-Reise der Schweizer Nati findet im Viertelfinal ihr Ende. Das Team von Trainer Murat Yakin verliert gegen Argentinien 1:3 nach Verlängerung. Die Einschätzung von blue Sport Chefredaktor Andreas Böni vor Ort in Kansas City.
00:39

Granit Xhaka: «Ab und zu tut Fussball einfach weh»

Grosse Mentalität, aber kein Happy End! Captain Granit Xhaka leidet nach dem bitteren K.o. der Schweiz mit der Mannschaft mit und kritisiert die spielentscheidende Szene.

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