Cristiano Ronaldo fährt den Ellbogen aus und fliegt in seinem 226. Länderspiel erstmals mit Rot vom Platz. Es ist eine Karte, die weitreichende Folgen haben könnte für Portugals Superstar.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Portugal verliert das WM-Quali-Spiel in Irland 0:2 und verpasst die vorzeitige Qualifikation.
- Cristiano Ronaldo fliegt mit Rot vom Platz. Im letzten Gruppenspiel wird er gesperrt fehlen. Aber es könnte noch schlimmer kommen.
- Wie lange Portugals Superstar, der seine sechste und letzte WM-Teilnahme anstrebt, nun gesperrt wird, liegt in den Händen der Disziplinarkommission der FIFA.
- Drei Spielsperren sind üblich. Dies könnte bedeuten, dass Ronaldo die ersten beiden Gruppenspiele der WM verpasst.
Ronaldo sieht nach einem Foul an Irlands Dara O’Shea zunächst Gelb. Doch dann wird Schiedsrichter Glenn Nyberg vom VAR an den Bildschirm gerufen. Der Schwede revidiert sein Urteil und zückt Rot, weil er Ronaldos Ellbogenschlag als Tätlichkeit taxiert.
Beim Verlassen des Feldes wird Ronaldo von den Fans verhöhnt und mit Pfiffen eingedeckt. CR7 reagiert mit ironischem Applaus. Danach tauscht er sich auch noch mit Irlands Trainer Heimir Hallgrimsson aus, der schon vor dem Spiel Unruhe gesät hatte, indem er den Schiedsrichter aufforderte, sich nicht vom fünfmaligen Ballon-d’Or-Gewinner beeinflussen zu lassen.
Ronaldo warf dem Trainer daraufhin vor, Psychospielchen zu betreiben. Er werde versuchen, «ein braver Junge» zu sein. Dieses Vorhaben scheitert kläglich. Und was hat Ronaldo Hallgrimsson beim Verlassen des Platzes gesagt? «Er hat mir ein Kompliment dafür gemacht, dass ich Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt habe», erklärt Irlands Trainer und meint: «Es war sein Verhalten auf dem Spielfeld, das ihm die rote Karte eingebracht hat. Das hatte nichts mit mir zu tun – es sei denn, ich habe ihn psychologisch beeinflusst.»
Portugal-Trainer nimmt Ronaldo in Schutz
Trainer Robert Martinez nimmt seinen Superstar dagegen in Schutz: «Ich finde, die Bilder wirken schlimmer, als es tatsächlich war, und man sollte nicht vergessen, dass es die erste Rote Karte seiner Karriere in der Nationalmannschaft ist.» Und weiter: «Es war keine Gewalt dabei, er wollte sich nur freimachen. Er hatte Pech.»
Wie lange Portugals Superstar, der seine sechste und letzte WM-Teilnahme anstrebt, nun gesperrt wird, liegt in den Händen der Disziplinarkommission der FIFA, die das Strafmass bei Platzverweisen festlegt. Fest steht nur, dass der 40-Jährige im letzten Gruppenspiel am Sonntag gegen Armenien nicht helfen kann, Platz eins und damit das direkte WM-Ticket zu sichern.
Für eine Tätlichkeit werden in der Regel drei Spielsperren ausgesprochen. Dies würde bedeuten, dass Ronaldo die ersten beiden WM-Spiele verpassen würde, sollte dich Portugal ohne Umweg über die Playoffs für die WM qualifizieren. Schon jetzt ist klar: Gegen das erste Urteil können Ronaldo und der portugiesische Verband in jedem Fall Einspruch bei der Berufungskommission der FIFA einlegen.