Rummenigge zu Kahn-Spekulationen: «Wichtig ist, was er will»

dpa/bam

23.11.2018

Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn wohnen nicht nur am selben Ort, treffen auch immer wieder auf dem Fussballplatz aufeinander.
Bild: Keystone

Karl-Heinz Rummenigge hält sich in der Spekulation um eine Rückkehr von Oliver Kahn zurück. Die Entscheidung über seine eigene Bayern-Zukunft rückt dagegen näher.

Kehrt Oliver Kahn zum FC Bayern München zurück? Karl-Heinz Rummenigge nimmt nach den Spekulationen um den ehemaligen Bayern-Torhüter Stellung. «Olli hat eine grossartige Karriere als Fussballer hinter sich. Er hat anschliessend auch ein Studium gemacht. Es ist wichtig, was er von seiner Zukunft will», sagt der Vorstandschef des deutschen Rekordeisters am Donnerstagabend bei der offiziellen Übergabe des neuen Mannschaftsbusses an den Verein.

Eine Rückkehr von Kahn in eine verantwortlichen Position beim FC Bayern war immer mal ein Thema, zuletzt wurde wiederholt darüber spekuliert. Stellung dazu könne er bei allem Verständnis für das Interesse nicht nehmen, sagt Rummenigge. «Ich kenne nur überhaupt keine Intentionen von Oliver, muss ich ganz klar und deutlich sagen. Ich bin ein Freund der Kompetenzen.»

Wird Rummenigge selbst verlängern?

Der Aufsichtsrat des Vereins um den Vorsitzenden Uli Hoeness werde entscheiden, wie die «ganzen Zukunftsgeschichten ausgehen werden. Dass der Aufsichtsrat sich in dieser Richtung Gedanken machen muss und wird, ist das Normalste der Welt», sagt Rummenigge. «Das ist eine wichtige Aufgabe des Aufsichtsrats, die Zukunft zu diskutieren und dementsprechend zu entscheiden.» Kahn sei ein «extrem wichtiger Spieler in der Geschichte von Bayern München gewesen».

Rummenigge selbst will sich bald konkrete Gedanken um die Verlängerung seines bis zum 31. Dezember 2019 laufenden Vertrags machen. «Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrates mich gebeten haben, darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern. Das werde ich jetzt in nächster Zeit tun und dann werde ich mit Uli das Gespräch führen», so Rummenigge.

Sorgen um Ribérys Verhalten

Angesprochen auf den Ausraster von Franck Ribéry nach dem Dortmund-Spiel, als der Franzose einen TV-Mann aus seiner Heimat angegangen war, lässt Rummenigge seinen Unmut erkennen. «Ich kann bestätigen, dass wir das auch nicht als so toll empfunden haben, was Franck nach dem Spiel in Dortmund gemacht hat», gibt der 63-Jährige zu und wirbt auch um Verständnis. Das sei in der Emotion passiert und nach der Entschuldigung sei die Sache für den französischen Journalisten erledigt gewesen.

Ob Ribéry dafür bestraft worden ist, bleibt offen. Rummenigge sagt aber: «Gehen Sie davon aus, wir haben das schon richtig gemacht, ich möchte das nur nicht in der ganzen Öffentlichkeit ausblasen.»

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